Keine Angst vor großen Tieren

Keine Angst vor großen Tieren

BR Deutschland 1953, Spielfilm

Inhalt

Emil Keller, ein kleiner technischer Zeichner, wird abwechselnd von seinem Chef, Herrn Bollmann, und Schimmel, dem Bruder seiner Vermieterin, einem ehemaligen Preisboxer, drangsaliert und verspottet. Zu allem Pech ist er noch in Bollmanns Sekretärin Anni verliebt, aber zu schüchtern, es ihr zu gestehen. Als für Emil eine Erbschaft ansteht, will Schimmel ihn mit seiner nicht besonders reizvollen Nichte Emma verkuppeln. Aber die Erbschaft besteht aus fünf Furcht erregenden Zirkuslöwen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und etlichen Verwechslungen lernt Emil mit den großen Tieren umzugehen – denen mit Fell, aber auch mit denen ohne.

Kommentare

Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!

"Dämlich währt am längsten"

Es gibt Filme, die einfach und schlicht daherkommen, glänzend gemacht und außergewöhnlich engagiert gespielt sind. Sympathie beim Zuschauer auf den ersten Blick. Nichts Hochtrabendes, Überzogenes, sondern ein direkter und unverstellter Blick in die gekonnte Lustspielerei der fünfziger Jahre. Heinz Rühmann ist der kleine, getretene Untermieter, der sich morgens nicht ins Bad traut, weil der Ex-Boxer (Gustav Knuth) ihn einfach beiseite drängt, er ist der Fahrgast, der immer an der Haltstelle von den anderen zur Seite geschubst wird, bis er sich mit einem kleinen Jungen auf dem Arm „bewaffnet“ und so gar an einen Sitzplatz in der überfüllten Bahn kommt und schließlich ist er der schüchterne Zeichner, der es dem Chef (Werner Fuetterer) niemals Recht machen kann. Das spielt Rühmann warmherzig und mitleiderregend. Als der Ex-Boxer beschließt, diesen sanften Herrn Keller mit seiner naiven Nichte (Gisela Trowe) zu verehelichen, was so verdreht klingt, dass es schon wieder wahrscheinlich wird, da reagiert die Nichte ganz „undumm“ und sagt: "Ich bin zwar ein bisschen dumm, aber so dumm, dass ich mich nicht noch ein bisschen dümmer stellen könnte - so dumm bin ich nun wieder nicht". Und nach kurzem Nachdenken fügt sie hinzu: "Dämlich währt am längsten". Da kommt dann der Ex-Boxer richtig in Fahrt, weil doch nun alle seine Pläne nichts werden, wird wütend, zerschlägt Tische, gefährdet Porzellan und schaut dabei so rührend "dämlich", dass die Freude des Zuschauens nicht enden will. Alle Nebenrollen sind so prominent besetzt, dass sich ein ganzes Who-is-who der Hamburger Bühnen ergibt - von Josef Offenbach, Maria Paudler, Kurt A. Jung bis Max Walter Sieg. Als der elegante ältere Herr (Bruno Fritz) im Restaurant die Speisen auf der Karte durchstreicht, damit seine Frau nicht so viel bestellen kann, lässt sich die Freude am Dreh erahnen. Der spätere GG-Oberspielleiter Ulrich Erfurth hat das Alles umstandslos in Szene gesetzt und damit ein filmisches Juwel geschaffen, was immer dann besonders glänzt, wenn es erneut hervorgeholt wird.

Credits

Regie:Ulrich Erfurth
Drehbuch:Louis Agotay, Just Scheu, Ernst Nebhut
Kamera:Albert Benitz
Schnitt:Hermann Leitner
Musik:Michael Jary
  
Darsteller: 
Heinz RühmannEmil Keller
Ingeborg KörnerAnni
Gustav KnuthSchimmel
Maria PaudlerFrau Müller
Werner FuettererBollmann
Erich PontoPolizeikommissar
Willy MaertensRechtsanwalt Immelmann
Margarete SlezakFrau Richter
Bruno FritzHerr Richter
Gisela TroweEmma
Jakob TiedtkeZirkusdirektor
Albert FlorathZiegler
Horst BreitenfeldHans
Edwin SchumacherFranz Schimmel
Hans BielskyErich Schimmel
Harry PinetzkyAnton Schimmel
Konrad FeyKurt Schimmel
Lotte KleinMutter Schimmel
Beppo BremSchornsteinfeger
Max Walter SiegKellner
Carl NappHerr mit Koffer
Klaus KammerStallbursche
Hubert von MeyerinckKunstreiter
Wolfgang NeussZauberkünstler
Ruth StephanPartnerin des Zauberkünstlers
Oswald LandmesserLiliputaner-Clown
Josef DahmenSchwerer Junge
Jonny SteinhoffTierwart
Ursula HerkingDame in der Straßenbahn
Willibald Alexis1. Herr in der Straßenbahn
Carl Voscherau2. Herr in der Straßenbahn
Joseph Offenbach3. Herr in der Straßenbahn
Max Schmeling
Kurt Fuß
Horst von Otto
Cord Korte
Kurt A. Jung
Bruno Klockmann
Joachim Rake
  
Produktionsfirma:Real-Film GmbH (Hamburg)
Produzent:Walter Koppel (Gesamtleitung)

Alle Credits

Regie:Ulrich Erfurth
Regie-Assistenz:Hermann Leitner
Drehbuch:Louis Agotay, Just Scheu, Ernst Nebhut
Kamera:Albert Benitz
Kamera-Assistenz:Emil Eisenbach, Willi Weber
Standfotos:Peter Michael Michaelis
Bauten:Herbert Kirchhoff, Albrecht Becker
Maske:Alois Woppmann, Charlotte Kersten
Kostüme:Erna Sander
Schnitt:Hermann Leitner
Ton:Werner Pohl, Robert Fehrmann
Musik:Michael Jary
  
Darsteller: 
Heinz RühmannEmil Keller
Ingeborg KörnerAnni
Gustav KnuthSchimmel
Maria PaudlerFrau Müller
Werner FuettererBollmann
Erich PontoPolizeikommissar
Willy MaertensRechtsanwalt Immelmann
Margarete SlezakFrau Richter
Bruno FritzHerr Richter
Gisela TroweEmma
Jakob TiedtkeZirkusdirektor
Albert FlorathZiegler
Horst BreitenfeldHans
Edwin SchumacherFranz Schimmel
Hans BielskyErich Schimmel
Harry PinetzkyAnton Schimmel
Konrad FeyKurt Schimmel
Lotte KleinMutter Schimmel
Beppo BremSchornsteinfeger
Max Walter SiegKellner
Carl NappHerr mit Koffer
Klaus KammerStallbursche
Hubert von MeyerinckKunstreiter
Wolfgang NeussZauberkünstler
Ruth StephanPartnerin des Zauberkünstlers
Oswald LandmesserLiliputaner-Clown
Josef DahmenSchwerer Junge
Jonny SteinhoffTierwart
Ursula HerkingDame in der Straßenbahn
Willibald Alexis1. Herr in der Straßenbahn
Carl Voscherau2. Herr in der Straßenbahn
Joseph Offenbach3. Herr in der Straßenbahn
Max Schmeling
Kurt Fuß
Horst von Otto
Cord Korte
Kurt A. Jung
Bruno Klockmann
Joachim Rake
  
Produktionsfirma:Real-Film GmbH (Hamburg)
Produzent:Walter Koppel (Gesamtleitung)
Herstellungsleitung:Gyula Trebitsch
Produktionsleitung:Werner Ludwig
Aufnahmeleitung:Heinz-Günter Sass, Richard Oehlers
Länge:2342 m, 86 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 10.06.1953, 06116, ab 6 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 31.07.1953, Düsseldorf, Apollo

Titel

Originaltitel (DE) Keine Angst vor großen Tieren

Fassungen

Original

Länge:2342 m, 86 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 10.06.1953, 06116, ab 6 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 31.07.1953, Düsseldorf, Apollo