Themen

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Quelle: DIF/Artur Brauner Archiv
Dreharbeiten zu "Die Nibelungen. 1. Siegfried von Xanten"

Im September 2016 feiert die CCC Filmkunst ihr 70-jähriges Bestehen. 70 Jahre CCC – das sind 70 Jahre Mut, Verve und kreativer Kraft. Keine andere heute noch bestehende Filmproduktion kann auf eine derart lange Firmengeschichte zurückblicken.

Quelle: Dokumentarfilminitiative
Visual zum Symposium "Das dokumentarische Porträt"

Um eine kritische Inspektion und eine Annäherung an aktuell angewandte Formen des dokumentarischen Porträts ging es der Dokumentarfilminitiativ - dfi in ihrem Symposium am 8. und 9. Oktober 2015 in Köln. In Kooperation mit der dfi präsentiert filmportal.de einige Interviews mit prominenten DokumentarfilmerInnen zum Thema. Auf der Seite der dfi finden Sie dazu auch eine Video-Dokumentation der Werkstattgespräche und -berichte.

Quelle: Daredo Media, DIF, © Timon Schäppi, Daredo Media
Franz Rogowski, Lana Cooper in "Love Steaks"

Anlässlich des Symposiums GERMAN MUMBLECORE am Freitag, 28.11.2014 im Deutschen Filmmuseum Frankfurt und am Samstag, 29.11.2014 bei FILMZ – Festival des deutschen Kinos in Mainz publizieren wir auf filmportal.de Texte, Materialien und Videos zum Thema.

Quelle: Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen
Außenaufnahmen in Berlin-Steglitz für "Die Straße" (D 1923, R: Karl Grune)

Der im Südwesten Berlins gelegene Bezirk Steglitz entstand 1920 bei der Bildung von Groß-Berlin aus den Landgemeinden Steglitz, Lichterfelde, Lankwitz und der Villenkolonie Südende. Der traditionell bürgerliche Charakter, der sich in vielen Villensiedlungen manifestiert, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die stadtnahe Lage mit vielen Freiflächen zahlreiche Industrieansiedlungen begünstigte.

Quelle: DIF/Nachlass Wolfgang Filzinger
Aufnahmeteam des Dokumentarfilmers Wolfgang Filzinger

Die Zivilisationskatastrophe des Ersten Weltkriegs fiel mit dem Aufstieg des Films zum wirkmächtigen Medium der Moderne zusammen. Der damals noch junge Film nahm in der Dokumentation des Kriegs eine besondere Rolle ein: Erstmals wurde er systematisch zu propagandistischen Zwecken eingesetzt, und erstmals übernahmen Staaten – mal direkt, mal indirekt – die Kontrolle über die Produktion von Filmen.

Die Anfänge des größten deutschen Filmstudios lassen sich bis in das Jahr 1911 zurückverfolgen. In diesem Jahr wurde Guido Seeber, der Chef-Kameramann der Deutschen Bioscop Filmgesellschaft, mit der Suche nach einem neuen Produktionsgelände beauftragt, und die Wahl fiel auf ein freies Areal in Babelsberg. Mitte Oktober beantragte die Bioscop die Bauerlaubnis für ein Glashaus, die Anfang November erteilt wurde. Vier Monate später, im Februar 1912, wurde das Gebäude mit den Dreharbeiten des Asta-Nielsen-Films "Der Totentanz" eingeweiht.

Quelle: DIF
Lesesaal der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

Jedes Jahr erscheint in Deutschland eine nahezu unüberschaubare Menge an Büchern zum Thema Film, von historischen und genretheoretischen Arbeiten über Monographien zu einzelnen Regisseuren und Schauspielern bis hin zu akademischen Motivanalysen, Publikationen über Filmtechnik oder auch Fanbüchern zu entlegenen Spezialgebieten.

Der folgende Text skizziert den Werdegang und die Verbreitung des Agfacolor-Verfahrens. Als Materialien dazu finden Sie Listen mit nahezu allen Filmen, die mit diesem Verfahren hergestellt wurden, darüber hinaus eine Aufstellung der gängigen Kine-Farbnegativfilme von Agfa (Wolfen und Leverkusen) sowie Quellen- und Literaturhinweise.

Quelle: DIF
Fluchtpunkt Leinwand: ein klassischer Kinosaal
 

Die Geschichte des Films ist nicht nur eine Geschichte von Stars und Studios – sie handelt nicht allein von Filmschaffenden, ihren Werken und den jeweiligen historischen Kontexten. Von den Anfängen bis heute ist die Filmerfahrung in besonderer Weise an die Erfahrung des Kinos gebunden, an Bauten, Foyers, Säle, Sitzordnungen, Technik und die Gegenwart des Publikums. Filmgeschichte ist auch Kinogeschichte, und die Erinnerung an Filme blickt immer wieder in jene Räume zurück, in denen wir den Filmen begegneten.

Der Begriff "New Queer Cinema" bezeichnet eine Welle selbstbewussten und offen sexualisierten schwulen, lesbischen und bisexuellen Filmschaffens von Anfang bis Mitte der 1990er Jahre, wie es sich z.B. in den Arbeiten von Bruce LaBruce, Gregg Araki, Tom Kalin, Todd Haynes, Rose Troche und Cheryl Dunye zeigt. Diese Bezeichnung lässt andere bedeutende junge Bewegungen mitschwingen – die französische Nouvelle Vague und das Neue Deutsche Kino – und legt damit auch nahe, hier habe eine ebenso bedeutende Revolution in Technik und Thematik stattgefunden.

Quelle: Exit, DIF
"Identity Kills" (2003)
 

Eine junge Frau will so leben, wie die anderen es ihr vormachen. Weil ihr die Nachahmung nicht gelingt, wählt sie die brutalste Form der Persönlichkeitsaneignung – sie tötet und füllt die freigewordene Rolle aus: Sören Voigts "Identity Kills" (2003) liefert nicht nur das Psychogramm eines Menschen mit schwachen Ich-Grenzen, sondern nebenbei auch eine ironische Parabel auf die pluralistischen Befreiungsschläge, die das deutsche Kino endlich wieder zu einem spannenden cineastischen Ort machen. 
Hier wird das Kino der Väter entstaubt – notfalls mit Gewalt, meistens mit souveräner Gelassenheit – und der Blick geschärft, um den mentalen Zustand des Landes auszuleuchten.

Quelle: timebandits, DIF
"Gegen die Wand" (2004)
 

Mit seinem Melodram "Gegen die Wand" hat der Regisseur Fatih Akin dem deutschen Film den ersten Berlinale-Sieg seit 1986 beschert. Der Goldene Bär und fünf Deutsche Filmpreise für Akins Geschichte um eine Deutschtürkin hat eine ganze Generation junger Filmemacher/innen und Darsteller/innen mit Migrationshintergrund ins Rampenlicht gerückt – obwohl diese bereits seit einigen Jahren einen erheblichen kreativen Beitrag zum deutschen Filmgeschehen leisten.

Quelle: DIF
Das Deutsche Filminstitut - DIF / Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main
 

Die Vielfalt der mit audiovisueller Produktion, Distribution und Reflexion befassten Einrichtungen in Deutschland ist eindrucksvoller Beleg für die kulturelle, soziale und ökonomische Relevanz des Mediums Film in unserer Gesellschaft. In der neuen Rubrik " Vorgestellt: Filmschaffen in Deutschland " präsentiert filmportal.de bedeutende Einrichtungen aus allen Bereichen der Filmkultur und -wirtschaft. Dazu zählen Kinematheken, Archive, Museen, Stiftungen, Institute, Fördergremien, Filmhochschulen und medienpädagogische Angebote ebenso wie Verbände, Verlage, Produktionsfirmen, Verleiher, Studios und Sender. Ob traditionsreiche Häuser für den Film oder neue Initiativen im Zeitalter der digitalen Medienverschränkung – alle leisten einen wichtigen Beitrag zur lebendigen und produktiven Auseinandersetzung mit dem bewegten Bild. 

Quelle: Peripher, DIF, © R. Vorschneider
"Marseille" (2004)
 

In seiner berühmten "Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos" hat Jean-Luc Godard von der Montage als "dem Allerwichtigsten" gesprochen. Godard zielte damit nicht nur auf die Rolle der Montage beim Filmemachen ab, sondern bezog sich ebenso auf das Reden und Schreiben über Film, auf die Auseinandersetzung mit dem Kino:

"Man muß immer zweimal sehen. Das ist es, was ich mit Montage meine, einfach etwas in Verbindung bringen. Da liegt die wahnsinnige Macht des Bildes und des Tons, der dazugehört, oder des Tons und des Bildes, das dazugehört. Alles das, seine Geologie, seine Geografie, umfaßt meiner Meinung nach die Filmgeschichte, und das bleibt unsichtbar. Das zeigt man besser nicht, heißt es."

(basierend auf "Die DEFA-Story" von Hans-Michael Bock, in: Geoffrey
Nowell-Smith (Hg.): Geschichte des internationalen Films. Stuttgart:
Metzler 1998, S. 582-591)

 
Das DEFA-Logo
 

Der Name DEFA, der Erinnerungen an den Konzernnamen Ufa wecken mag, klingt nach einer kapitalistischen Produktionsfirma. Gleichwohl stand die DEFA bereits von Beginn an in ihrer Struktur, mit ihrem Personal und ihren Produktionen für das Gegenteil. Die Abkürzung für "Deutsche Film AG" bezeichnet die einzige offizielle filmproduzierende Organisation in Ost-Deutschland, die von 1946 bis zu ihrer Auflösung 1990 nahezu 45 Jahre lang existierte – länger als die DDR selbst.

Quelle: DIF
Hermann Göring, Adolf Hitler (v.l.n.r.) in "Feuertaufe" (1939/40)
 

"Wir gehen nicht mehr!", prophezeite Propagandaminister Goebbels zur Herrschaft des NS-Regimes. Man habe sich darauf einzustellen, dass "die nationalsozialistische Bewegung in die Wirtschaft und die allgemeinen kulturellen Fragen, also auch in den Film, eingreift" – der Film solle nun "völkische Konturen" erhalten, und Kunst sei nur dann möglich, "wenn sie mit ihren Wurzeln in das nationalsozialistische Erdreich eingedrungen ist". Mit diesen Worten, die Joseph Goebbels in einer Rede im Berliner Hotel Kaiserhof am 28. März 1933 an Vertreter der Filmbranche richtete, wurden bereits die Grundzüge der kommenden Filmpolitik der Nazi-Diktatur definiert.

Quelle: DIF, SDK
Conrad Veidt und Lil Dagover in "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1920)
 

Neben dem Neuen Deutschen Film prägt das Kino der Weimarer Republik bis heute die internationale Wahrnehmung des deutschen Filmschaffens. Denn die erste deutsche Demokratie, die nach Ende des Ersten Weltkriegs das Wilhelminische Kaiserreich ablöste, zeitigte trotz und wegen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Krisen die Etablierung des Mediums Film als gesellschaftlich bedeutende Kunstform. So fanden überdurchschnittlich viele deutsche Produktionen aus diesem oft zum "Goldenen Zeitalter"; der Kinematographie stilisierten Zeitraum Eingang in den Kanon der internationalen Filmgeschichte.

Das Logo der Deutschen Wochenschau GmbH
 

Die Geschichte des deutschen Films kann – wie die Geschichte des Kinos überhaupt – nicht erzählt werden, ohne eine Filmgattung besonders hervorzuheben, die heute aus dem öffentlichen Leben weitgehend verschwunden ist. Die Wochenschau, einst von immenser Popularität und Bedeutung, ist heute nur mehr ein historisches Kino-Phänomen, das als solches gleichwohl nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Wochenschauen waren Zusammenstellungen von "Aktualitäten" in unterschiedlichen Abfolgen und Akzentuierungen, jeweils in Abhängigkeit von politischen Konstellationen, propagandistischen oder marktwirtschaftlichen Interessen. Von den unterschiedlichen Bezeichnungen "Aktualitätenschau", "Woche", "Tonwoche"; "Wochenschau" hat sich Letztere schließlich im deutschsprachigen Raum durchgesetzt.

Quelle: BArch
"Wintergartenprogramm" (1895)

1895

1. November
Im Berliner "Wintergarten" findet die erste öffentliche Filmvorführung in Deutschland statt: Max Skladanowsky zeigt "Lebende Photographien" mit Hilfe seines "Bioskops" (eines Doppelprojektors) als Schlußnummer des Varieté-Programms. Die Vorführung dauert 15 Minuten. Skladanowsky ist ein Techniker, kein Geschäftsmann – seine Erfindungen haben keine Zukunft. Ausgereifter ist der "Cinématographe", mit dem die Gebrüder Lumière am 28. Dezember in Paris ihre erste öffentliche Vorführung veranstalten.

Quelle: Constantin, DIF
"Nirgendwo in Afrika" (2001)
 

Wie wird das deutsche Kino in anderen Ländern wahrgenommen? Dieser Frage gehen filmportal.de und das Goethe-Institut in einer gemeinsamen Online-Publikationsreihe nach, die sich der internationalen Rezeption des deutschen Films widmet. Hierfür konnten renommierte Filmjournalisten und -publizisten aus aller Welt gewonnen werden, die kritisch und kenntnisreich neue Perspektiven auf das deutsche Filmschaffen entwickeln. In einer ersten Themenwelt beleuchten Autoren aus Frankreich, Polen, China und den USA die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte in aktuellen deutschen Spielfilmproduktionen. Weitere Textsammlungen zum Kino der DDR sowie zum Kinderfilm werden folgen.

Eine repräsentative Auswahl deutscher Filme von den Anfängen des Kinos bis zur Gegenwart ausführlich zu dokumentieren und sie einer breiten Öffentlichkeit via Internet direkt zugänglich zu machen – dies sind die Ziele des Pilotprojekts "Die wichtigsten deutschen Filme“ von filmportal.de und T-Online.

Quelle: X-Filme-Creative Pool
Das Firmenlogo: X-Filme-Creative Pool
 

Berlin, August 1994: Die drei Regisseure Wolfgang Becker, Dani Levy, Tom Tykwer und der Filmwirtschaftler Stefan Arndt gründen gemeinsam die Produktionsfirma X-Filme Creative Pool.Ziel ist, die Isolation von Regisseuren, Autoren und Produzenten zu überwinden. Zehn Jahre später sind X-Filme durch den eigenen X-Verleih immens gewachsen, haben mit "Lola rennt" das junge deutsche Kino international hoffähig gemacht und konnten zuletzt mit "Good Bye, Lenin!" der eigenen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.

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