Filmmuseum München

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Filmmuseum München
Quelle: Filmmuseum München
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Das Filmmuseum München besteht seit 1963 als Abteilung des Münchner Stadtmuseums und ist somit Deutschlands erstes kommunales Kino. In täglichem Spielbetrieb stellt das Filmmuseum in seinem Kino Werke aus allen Epochen der internationalen Filmgeschichte vor. Häufig sind Regisseure, Schauspieler und andere Filmschaffende im Filmmuseum zu Gast, die nach der Vorführung mit dem Publikum über ihre Werke diskutieren. Mitten im Stadtzentrum gelegen, hat es sich zu einem beliebten Treffpunkt für Cineasten entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Filmmuseen verfügt das Filmmuseum München nicht über eigene Ausstellungsräume, sondern beschränkt sich auf das Sammeln, Archivieren, Restaurieren und Projizieren von Filmkopien.

Das Kino

Das Kino im Untergeschoss des Marstallgebäudes am St.-Jakobs-Platz hat 165 bequeme Plätze und erlaubt die optimale Projektion wertvoller Archivkopien. Rund 600 Filme werden dort pro Jahr vor etwa 40.000 Besuchern aufgeführt, wobei viele Filmemacher die Aufführung ihrer Werke begleiten. Technisch können (außer 70mm-Filmen) alle Formate gezeigt werden. Seit Juni 2009 ist eine digitale Projektionsanlage vorhanden. Das Filmmuseum hat außerdem eine eigene elektronische Untertitelungs- und Einsprechanlage, mit der fremdsprachige Kopien bei Bedarf selbst untertitelt oder eingesprochen werden können. In den beleuchteten Wandvitrinen des Foyerbereichs finden begleitend zu den Filmreihen kleinere Foto- und Plakatausstellungen statt.

Das Filmprogramm

Das Programm ist langfristig angelegt. Möglichst vollständige Retrospektiven von Regisseuren, kuratierte Themen- und Länderreihen sowie Stummfilme mit und ohne Musikbegleitung bieten den Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm. Bewusst werden sehr unterschiedliche Filme aus verschiedenen Kulturkreisen und Zeitepochen nebeneinander gestellt, die Querverbindungen und Vergleiche ermöglichen. Prinzipiell werden alle Filme in der Originalfassung (mit Untertiteln) gezeigt. Das rote Programmheft erscheint zweimal jährlich und enthält einen ausführlichen Programmteil mit Filmdaten, Fotos und Artikeln zu den einzelnen Filmreihen. Das Filmmuseum München wurde mehrfach mit dem "Kinopreis des Kinematheksverbundes" für sein herausragendes Jahresprogramm ausgezeichnet.

Das Filmarchiv

Das Filmarchiv des Filmmuseums setzt sich aus rund 5000 Filmkopien und Negativen zusammen. Gesammelt werden hauptsächlich 35mm-Filmkopien in der Originalfassung. Neben den Stummfilmklassikern der Weimarer Republik, den Werken des Neuen Deutschen Films und den Münchner Produktionen sammelt das Filmmuseum aber auch ausgewählte internationale Titel. Die Sammlung russischer Filme ist eine der größten in Westeuropa. Die Übernahme des filmischen Nachlasses von Orson Welles im Herbst 1995 ist ein weiterer Glanzpunkt in der Geschichte der Sammlung.

FIAF

Das Filmmuseum München ist seit 1979 Mitglied der „Féderation Internationale des Archives du Film (FIAF)“. Die Mitgliedschaft in diesem internationalen Archivverbund bedeutet Zugang zu den wichtigsten Filmarchiven und ermöglicht sowohl ein ambitioniertes Filmprogramm als auch die Möglichkeit, bei Restaurierungsprojekten international mit anderen Mitgliedern zu kooperieren.

Edition Filmmuseum

Das Filmmuseum München ist Mitbegründer der DVD-Reihe "edition filmmuseum", einer gemeinsamen Publikationsreihe von Filmarchiven und kulturellen Institutionen im deutschen Sprachraum. Das Ziel ist die Verbreitung künstlerisch und historisch relevanter Filme in Ausgaben, die sowohl den Möglichkeiten des Mediums DVD als auch den qualitativen Ansprüchen audiovisueller Archive Rechnung tragen.

www.edition-filmmuseum.de

Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz
180331 München
Tel: +49 (0) 89/233-22348
Fax: +49 (0) 89/233-24150
(Kartenreservierung)
Tel: +49 (0) 89/233-23931
www.stadtmuseum-online.de/filmmu.htm

E-mail: filmmuseum@muenchen.de

Vorführzeiten:
Di. bis Mi., Fr. bis So. 18.30 und 21.00 Uhr
Do. 19.00 Uhr

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