Hochschule für Fernsehen und Film München

Titel

Hochschule für Fernsehen und Film München
Quelle: HFF München
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Gegründet wurde die Hochschule für Fernsehen und Film München bereits am 19. Juli 1966. Den Lehrbetrieb nahm sie ein Jahr später am 6. November 1967 auf. Seit der Gründung durchliefen etwa 1800 Studentinnen und Studenten das Studium an der HFF München. Von 1967-1988 war die Münchner Filmhochschule in einer alten Villa in der Kaulbachstraße untergebracht. Da das Gebäude für den Unterricht in allen Fächern nicht unbedingt geeignet war, entstand ein regelrechter Wanderzirkus zwischen den Räumen der Kaulbachstraße, des früheren DIFF, den Studios des BR am Rundfunkplatz und in Freimann, der Bavaria in Geiselgasteig und des ZDF in Unterföhring. 1988 erfolgte schließlich der Umzug in die ehemalige Bettfedernfabrik im Münchner Stadtteil Giesing, der gegenwärtige Standort der HFF München. Die HFF München bekam endlich ihr erstes eigenes Film- und Fernsehstudio. 2007 feierte die HFF München nicht nur ihr 40 jähriges Bestehen, sondern auch die Grundsteinlegung für ein neues Gebäude im Münchner Museumsviertel, das gerade an der Gabelsberger Straße gegenüber der Alten Pinakothek im Entstehen ist und 2010 bezogen werden soll.

Das Leitbild der HFF München

Die Hochschule für Fernsehen und Film München ist ihrem Selbstverständnis nach Ort einer umfassenden Bildung und Ausbildung mit dem Ziel, begabte junge Menschen in ihrer Entwicklung zu künstlerischen Persönlichkeiten zu fördern und sie auf ihrem Weg zu einem individuellen filmischen Ausdrucksvermögen zu ermutigen und zu begleiten.

Die Hochschule für Fernsehen und Film München legt gleichermaßen besonderen Wert auf umfassende gestalterische, filmhandwerklich-technische, medienwirtschaftliche und medienwissenschaftliche Ausbildung, auf Freiraum für ästhetische Experimente, auf filmsprachliche Innovation und auf einen komplexen inhaltlichen Diskurs über das filmische Erzählen als Reflexion der gesellschaftlichen Wirklichkeit.

Die Hochschule für Fernsehen und Film München stellt das "Lernen durch Tun" als zentralen methodischen Ansatz in den Mittelpunkt der Ausbildung, im besonderen das Filmschaffen der Studierenden. Dieser gestalterische Schaffensprozess der Studierenden wird betreut und begleitet, um die speziellen Gesetzmäßigkeiten schöpferischer Arbeit zu verstehen. Die Hochschule für Fernsehen und Film München will im eigentlichen Wortsinn von Avantgarde im aktuellen filmischen Diskurs wie auch bei formalen Standards einen Schritt vorangehen. Damit setzt sich unsere Hochschule zum Ziel, über die aktuellen Erfordernisse des Film- und Fernsehmarktes hinaus, diesen nicht allein zu bedienen, sondern mit künstlerischen Persönlichkeiten zu bereichern und somit dem Filmschaffen in Deutschland prägende Impulse zu geben.

Organisation und Studium

Die Hochschule für Fernsehen und Film München ist eine staatliche Kunsthochschule. Der Träger ist der Freistaat Bayern. Der Bayerische Rundfunk, das Zweite Deutsche Fernsehen, die Landeshauptstadt München und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien tragen zu den Kosten mit Sach- und Dienstleistungen bei.

Zur Zeit bietet die HFF München fünf Studiengänge an:

  • Regie in der Abteilung III Kino- und Fernsehfilm,
  • Regie in der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik,
  • Produktion und Medienwirtschaft, Abteilung V
  • Drehbuch, Abteilung VI
  • Kamera, Abteilung VII

Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester und teilt sich auf in ein Grundstudium (mit Vordiplom) und Hauptstudium mit jeweils vier Semestern. Das Studium wird mit dem Diplom der Hochschule für Fernsehen und Film München abgeschlossen. Zur Zeit sind 334 Studierende an der HFF München eingeschrieben (Stand Januar 2009).

Lehre an der HFF München

An der HFF München sind zur Zeit 34 hauptamtliche Lehrkräfte beschäftigt (Stand 2009): 12 Professoren und 22 künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter. Zum Selbstverständnis der HFF München gehört es, dass alle Lehrkräfte (Professoren wie künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter) neben der Lehre weiterhin künstlerisch oder beruflich professionell tätig sind und bleiben. Hinzu kommen pro Studienjahr noch etwa 100 Gastdozentinnen und Gastdozenten. Link zur Lehre an der HFF München: www.hff-muenchen.de/studium/vv/index.html

OSCAR-Erfolge von HFF-Studierenden und Absolventen

Einige Absolventen und Studenten der HFF München wurden für den Oscar bzw. Studenten-Oscar nominiert oder gewannen diesen gar: Katja von Garnier konnte 1994 den Studenten-Oscar für "Abgeschminkt" entgegennehmen, Florian Gallenberger wurde 2000 mit dem Studenten-Oscar und 2001 mit dem Kurzfilm-Oscar für "Quiero ser" ausgezeichnet, Caroline Link erhielt 1997 eine Oscar-Nominierung für "Jenseits der Stille" und gewann ihn schließlich 2003 für "Nirgendwo in Afrika". 2005 krönte die Oscar-Nominierung von "Die Geschichte vom weinenden Kamel" den Filmerfolg der beiden HFF-Studenten Luigi Falorni und Byambasuren Davaa. Am 25. Februar 2007 erhielt das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Im Mai 2007 wurden "Fair Trade" von Michael Dreher und "Milan" von Michaela Kezele für den Studentenoscar nominiert.

Prominente Absolventen der HFF München

Zu den namhaften Absolventen der HFF München gehören unter anderem Wim Wenders, Franz Xaver Bogner, Bernd Eichinger, Uli Edel, Dominik Graf, Rainer Kaufmann, Doris Dörrie, Roland Emmerich, Mika Kaurismäki, Sönke Wortmann und Vivian Naefe. Außerdem haben hier Hans-Christian Schmid ("Requiem"), Dennis Gansel ("Die Welle"), Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt, ist länger tot"), Benjamin Heisenberg ("Schläfer"), Hans Steinbichler ("Hierankl"), Maren Ade ("Alle Anderen"), Ewa Karlström ("Die wilden Kerle"), Jakob Claussen ("Jenseits der Stille") und Uli Putz ("Krabat"), Mischa Hofmann, Max Wiedemann und Quirin Berg ("Das Leben der Anderen") studiert.

Bewerbung an der HFF München

Wer an der Münchner Filmhochschule studieren will, muss ein zweistufiges Bewerbungsverfahren erfolgreich bestehen. In einem ersten Schritt müssen die Bewerberinnen und Bewerber eine Bewerbungsmappe mit den dafür erforderlichen Unterlagen einreichen. Die Mitglieder der Aufnahmekommission wählen dann aus den eingereichten Unterlagen, die Kandidatinnen und Kandidaten für den praktischen und/oder mündlichen Teil des Aufnahmeverfahrens aus. Diese werden zur nächsten Runde an die HFF München eingeladen. Diese besteht für die Bewerberinnen und Bewerber der Regiestudiengänge sowie der Studienschwerpunkten Kamera und Drehbuch aus einem praktischen und mündlichen Teil. Für die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber des Studiengang Produktion und Medienwirtschaft besteht der zweite Teil des Verfahrens lediglich aus einer mündlichen Prüfung.

Aufnahmetermine für das Wintersemester 2010/ 2011 Ab 15.November 2009 können die dafür notwendigen Bewerbungsunterlagen bezogen werden. Bewerbungsschluss für das Aufnahmeverfahren 2010/2011 ist der 28. Februar 2010. Im Sommersemester finden die praktischen und mündlichen Aufnahmeverfahren statt. Im darauffolgenden Wintersemester 2010/ 2011 beginnt das Studium für die Neuaufgenommenen.

Wer kann sich bewerben? Bewerben können sich alle, die die dafür notwendigen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein und das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Außerdem müssen sie die Allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife nachweisen können. Siehe: www.hff-muenchen.de/bewerbung/2/index.html

Da die Unterrichtssprache deutsch ist, müssen Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland neben der Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen auch über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

Kontaktdaten:
Hochschule für Fernsehen und Film München
Frankenthaler Straße 23
81539 München
Tel.: 089/ 689 57 - 0
Fax.: 089/ 689 57 - 189
E-Mail: info@hff-muc.de
www.hff-muc.de

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Tel.: 089/ 689 57 126
Fax.: 089/ 689 57 129
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