Institut für Kino und Filmkultur e.V.

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Institut für Kino und Filmkultur e.V.
Quelle: Institut für Kino und Filmkultur e.V.
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Geschichte, Ziele, Organisation

Das Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF) ist im Frühjahr 2000 auf Initiative von Wissenschaftlern, Filmschaffenden und Medienpädagogen als ein eingetragener Verein mit Sitz in Köln gegründet worden. Es versteht sich als Medienkompetenzvermittler, als Vermittler zwischen Kino und Publikum, Film und Betrachter, als Schnittstelle zwischen Filmwissenschaft und Bildungsbereich. Gründungsdirektor war Horst Walther.

Folgende Ziele nennt das Institut für Kino und Filmkultur in seiner Satzung: Die Pflege der Kino- und Filmkultur, die Medienerziehung im schulischen und außerschulischen Bereich, die Schaffung von Medienkompetenz, die Unterstützung und Durchführung von filmwissenschaftlichen Untersuchungen und filmhistorischer Forschung, Erarbeitung von Handreichungen und Material zur Medienpädagogik.

Oberstes Entscheidungsgremium des IKF ist der erweiterte Vorstand. Vorlagen zu medienpädagogischen und medienwissenschaftlichen Themen begutachtet der Fachbeirat. Zu historischen und soziologischen Themen werden assoziierte Wissenschaftler hinzugezogen. Das IKF hat einen großen Kreis von Fördermitgliedern.

Der Ansatz: Der Film ist die Kunst

Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Medien und im Zentrum dieser modernen Mediengesellschaft steht der Film. Wie Lesen und Schreiben zu den fundamentalen Kulturtechniken gehören, so gehört das Verstehen von Filmen und das Erkennen ihrer formalen Sprache zu den modernen Kulturtechniken des neuen Jahrhunderts. Das Medium Film bekommt mehr und mehr eine Bedeutung für die Einschätzung und Beurteilung der sozialen Realität, für die lebensweltliche Orientierung und für die Identitätsbildung bzw. Identitätsfindung. Auch das Geschichtsbewusstsein, das nationale Selbstverständnis und das Verständnis fremder Kulturen werden immer stärker von diesem Medium mitbestimmt. Filme liefern Helden und Vorbilder und eröffnen Ausblicke, stellen Menschen und Länder vor und zeigen Lebensläufe.

Die Fähigkeit, auch im Medium der faszinierenden Unterhaltung den kritischen Blick nicht zu verlieren, die Fähigkeit, die Qualität eines Filmes beurteilen zu können, die Befähigung zur Differenzierung des Visuellen, des Imaginären und des Dokumentierten werden in Zukunft mitentscheidend sein für die Entwicklung unserer modernen Mediengesellschaft.

Projekte

Mit großen bundesweit bekannten Projekten hat das IKF diese Ziele in den letzten Jahren energisch und in Kooperation mit Verleihern, Kinos und Schulen sehr erfolgreich umgesetzt: Zu nennen sind die Projekte: "Kino gegen Gewalt"; das Projekt "Bundesweite Schul-Film-Wochen", (wofür das IKF 2002 den Innovationspreis des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, BKM) erhielt; Die bundesweiten Projekte "Kino für Toleranz" und "Ins Kino zum Nachbarn"; Das medienkritische Projekt: "Demokratie im Kino"; Die Schul-Film-Tage gegen Rechtsextremismus in Thüringen; Kino-Seminare zum Thema "Nationalsozialistische Filmpropaganda" für die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (bundesweit); Lehrerfortbildungen (bundesweit); Das Projekt "Schul-Kino", ein niedrigschwelliges permanentes Angebot an Schulen (seit 2005 bundesweit); Das Angebot "Lernstoff Film – Filmanalyse im Unterricht" (Filme auf DVD mit Unterrichtsmaterial zur Bearbeitung in der Schule) seit 2007; Kurzfachtagungen.

Website und Shop

Die Website des IKF ist eine der erfolgreichsten Internet-Seiten zur Ansprache und Information von Lehrer/innen und Multiplikator/innen zum Thema Filmbildung in Deutschland. Hier finden sich Film-Hefte und das Online-Format "Kino & Curriculum", das Pädagogen aktuelle Filme vorstellt und Einsatzmöglichkeiten des Films im Unterricht vorschlägt. Über den IKF-E-Mail-Newsletter werden registrierte Nutzer/innen über aktuelle Veröffentlichungen und Projekte informiert. Im Shop findet sich eine Auswahl von Filmen auf DVD, zum Teil mit den Rechten zur nichtgewerblichen öffentlichen Vorführung und weitere Materialien zur Arbeit mit Filmen im Unterricht und im Bildungsbereich.

Publikationen des IKF

Das IKF erstellt FILM-HEFTE als Begleitmaterial für Pädagogen zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht sowie zur Anregung von Gesprächen und Diskussionen. Das Online-Format KINO & CURRICULUM stellt Pädagogen seit 2005 einen aktuellen Kinofilm oder eine aktuelle DVD-Veröffentlichung vor und gibt Empfehlungen für den Einsatz im Unterricht. Es bietet in Kürze Inhalt, Themen und Lehrplanbezüge, Hinweise zur filmästhetischen Gestaltung, Anregungen und Fragen für den Unterricht sowie gegebenenfalls Hintergrundinformationen und weiterführende Literatur. Das KINO-KOLLEG bietet Essays zu filmrelevanten Themen und Diskussionsanregungen und richtet sich an Schüler/innen der Sekundarstufe II und Studierende. Die Arbeitshefte für die Grundschule suchen Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium Film anzueignen.

IKF-Kurzfilm-Edition

Mit "KomA" startete die IKF-Kurzfilm-Edition, die neben den Kurzfilmen (auf DVD mit dem Recht zur nicht-gewerblichen öffentlichen Vorführung) viele weitere Materialien auf einer CD-ROM – wie Anregungen für den Unterricht und die Erwachsenenbildung sowie weiteres Bonus-Material – enthält. Der filmsprachlich brillant aufgelöste Kurzfilm erzählt von einem jugendlichen Amokläufer und liefert alle formalen Momente zur Analyse der modernen Ästhetik von Gewaltdarstellungen.

Institut für Kino und Filmkultur e.V.
Murnaustr. 6
65189 Wiesbaden
Tel: +49 (0) 611/ 20 52 - 288
Fax: +49 (0) 611/ 20 52 - 378
www.film-kultur.de
www.ikf-medien.de

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