Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Franziska
- Oliver
- Olivers Vate
- Robert
- Mutter
- Sandy
- Kripobeamter
- Frühstückskraft Lara
- Nachbarin Elbert
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie 2. Stab
Regie-Assistenz
Script
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
2. Kamera
Steadicam
Standfotos
Licht
Kamera-Bühne
Szenenbild
Innenrequisite
Kostüme
Garderobe
Schnitt
Ton-Design
Spezialeffekte
Musik
Darsteller
- Franziska
- Oliver
- Olivers Vate
- Robert
- Mutter
- Sandy
- Kripobeamter
- Frühstückskraft Lara
- Nachbarin Elbert
Produktionsfirma
im Auftrag von
Produzent
Redaktion
Herstellungsleitung
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- 27.07.2010 - 26.08.2010: München
Länge:
90 min
Format:
1:1,78
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:
Uraufführung (DE): 02.07.2011, München, Filmfest
Titel
- Originaltitel (DE) Mein eigen Fleisch und Blut
Fassungen
Original
Länge:
90 min
Format:
1:1,78
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:
Uraufführung (DE): 02.07.2011, München, Filmfest
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Beste Laune also beim Champagner-Auftakt zum Dinner in einem Frankfurter Nobelrestaurant mit Lebensgefährte Robert Klein und ihren besten Freunden Mimi (Katharina Müller-Elmau) und Bogdan (Herbert Knaup). Die ganz begeistert von ihrer jüngsten Neuerwerbung sprechen: Aljoscha aus der Ukraine. Ob ein Adoptivkind nicht auch etwas für Franziska und Robert wäre, fragen sie. Woraufhin Franziska ohne Zögern antwortet, kein Familienmensch zu sein und überhaupt wollte auch Robert, der in München lebt, kein Kind.
Was so nicht richtig ist: Er hat sich schon immer einen Ort gewünscht, wo er hingehört – mit Haus und Familie. Weshalb Robert, der eine völlig verstörte Franziska auf dem Hausdach vor dem Absturz gerettet hat, vorschlägt, die Fernbeziehung zu beenden und zusammenzuziehen. „Es war doch noch so winzig“: Dieser Satz, der Franziska in höchster emotionaler Not herausgerutscht war, lässt Robert beharrlich nachfragen, bis sie ihm die lange verdrängte Wahrheit offenbart: Als 15-Jährige wurde sie von ihrer Jugendliebe Thorsten schwanger und musste das Kind auf Geheiß ihres alkoholkranken Vaters (Johann Adam Oest) und mit Billigung ihrer schwachen Mutter (Gundi Ellert) zur Adoption freigeben.
„Ich war dir offensichtlich nicht wichtig genug“: Der entsetzte Robert sucht das Weite und Dr. Lammer gewährt seiner Top-Angestellten eine Auszeit, die Franziska dazu nutzt, zu ihren Wurzeln nach Rosenheim zurückzukehren und nach ihrem Sohn zu fahnden. Sie bezieht ihr altes Kinderzimmer oberhalb der elterlichen Apotheke und ist positiv überrascht, dass ihr Bruder Jan (Stefen Scharf) in einer Beziehung mit Franz (Leopold Hornung) lebt, was der inzwischen „trockene“ und auch sonst geläuterte Vater offenbar toleriert. Zu dem sie aber auch unter einem Dach weiterhin jeden Kontakt vermeidet.
Franziska trifft auch Thorsten (Robert Sarbacher), der seinerzeit von ihrem Vater der Vergewaltigung bezichtigt wurde. Er betreibt zusammen mit seiner Gattin eine Gärtnerei und kann zum Verbleib des Kindes nichts sagen. Nach einer Odyssee durch Behörden und mit diesen kooperierenden sozialen Verbänden, die der Odyssee ihres Kindes zu immer neuen Erziehungsheimen und Pflegefamilien entspricht, kommt Franziska mit Silvia Berkau (Annette Paulmann) zusammen.
„Man muss loslassen, sonst geht man selbst vor die Hunde“: Die über ein Jahrzehnt aufopferungsvoll kämpfende Adoptivmutter ist am Ende ihrer Kräfte. Franziskas Sohn Oliver lebt als kurz vor dem Abitur vom Gymnasium geflogener Junkie mit Freundin Sandy und Tochter Scarlett in unwürdigen Verhältnissen. Es braucht seine Zeit, bis Franziska, die sich in der Münchner Pension Flora eingemietet hat, ein Vertrauensverhältnis zu Oliver und Sandy aufbauen kann. Sodass sie zusammen mit Thorsten den erneuten Versuch einer mehrtägigen Entgiftung Olivers unternehmen kann…
„Mein eigen Fleisch und Blut“, am 9. September 2011 vom koproduzierenden Sender Arte erstausgestrahlt, sticht als Tragödie mit gleich zweifachem tödlichem Ausgang aus dem Œuvre der Filmemacherin Vivian Naefe heraus. Die Spezialistin für unterhaltsame seichte Stoffe, die früher in der ARD unter der Marke „Wilde Herzen“ und heute im ZDF unter „Herzkino“ laufen, hat sich an diesem Melodram leider ziemlich verhoben: Zu konstruiert die Geschichte einschließlich eines One Night Stands der einstigen Jugendlieben, zu holzschnittartig die Figurenzeichnung. Und eine Veronica Ferres, die alle gegen das „Superweib“ bestehenden Vorurteile der sogenannten Qualitätsmedien bestätigt: Ihre Franziska agiert in Mimik und Gestik erschreckend eindimensional – entweder völlig überzogen oder unterkühlt bis zur Regungslosigkeit.
Pitt Herrmann