"Ensemble Modern - Why We Play", Source: Arsenal Filmverleih, DFF, © AMA FILM, Ebrahim Al-Fadhala
"Ensemble Modern - Why We Play"

Neu im Kino: Ensemble Modern - Why We Play

Viele Menschen schätzen zeitgenössische Musik als anstrengend oder unzugänglich ein – also nicht gerade als Hörgenuss. Thorsten Schüttes Dokumentarfilm "Ensemble Modern – Why We Play" ist eine wunderbare Ermutigung, sich einzulassen auf das Abenteuer für die Ohren, das genau diese Musik immer wieder sein kann. Schütte porträtiert in seinem Film das weltweit renommierte Ensemble Modern, ein in Frankfurt am Main ansässiges, als Kollektiv organisiertes rund 20-köpfiges Orchester, das sich ganz auf Musik des 20. und 21. Jahrhunderts konzentriert. Im Lauf der Jahrzehnte hat das Ensemble Modern mit Komponist*innen wie Steve Reich, Mauricio Kagel, Rebecca Saunders oder auch Frank Zappa zusammengearbeitet, immer auf der Suche nach visionären Stimmen und bislang ungehörten Klängen. "Ensemble Modern – Why We Play" lässt die Ensemble-Mitglieder in Gesprächen zu Wort kommen, taucht aber auch tief in Probenprozesse ein, zeigt die Leidenschaft und Experimentierfreude beim Erarbeiten von neuen Stücken. So gelingt Thorsten Schütte ein Film, der so sinnlich wie wenige andere die Entstehung von Musik erlebbar und große Lust auf musikalische Entdeckungen macht – und ganz nebenbei so manches Vorurteil gegen Neue Musik in Luft auflöst. 

Aktuelles

Die Ausschreibung für den 16. Günter Rohrbach Filmpreis hat begonnen. Bis zum 31. Juli 2026 können deutschsprachige Kino- und Fernsehfilme, die das Thema "Arbeitswelt und Gesellschaft" behandeln und eine Länge von mindestens 80 Minuten haben, an dem renommierten Wettbewerb teilnehmen. 

Am Dienstag, den 23. Juni 2026, wird im festlichen Rahmen des Cuvilliés-Theaters München der 25. Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke verliehen. Der von Elisabeth Wicki-Endriss im Gedenken an das filmische Schaffen ihres Mannes Bernhard Wicki (1919-2000) initiierte Preis ehrt seit 2002 künstlerisch herausragende Filme mit humanistischer, gesellschaftspolitischer und friedensstiftender Dimension.

Der Carl Laemmle Produzentenpreis 2026 geht an den Produzenten Michael Souvignier. Als erster eigenständiger deutscher Preis zeichnet der von der Produktionsallianz gemeinsam mit der Stadt Laupheim verliehene Carl Laemmle Produzentenpreis seit 2017 die Verdienste bedeutender Produzentenpersönlichkeiten aus und ehrt damit zugleich die besondere Leistung aller Produzent*innen im kreativen und wirtschaftlichen Prozess des Filmschaffens. Die Preisverleihung findet am 18. September 2026 in Laupheim statt. 

In der dritten Runde der FFA-Kinoförderung in diesem Jahr wurden 78 Maßnahmen mit einer Gesamtsumme von 4.263.165,75 Euro gefördert. Die Bewilligungen verteilen sich auf 67 Maßnahmen zur Modernisierung und drei Maßnahmen zur Beratung von Kinos sowie acht Maßnahmen zur Filmbildung von jungen Menschen.

Die European Film Academy hat mitgeteilt, dass sie 640 renommierte Filmschaffende als neue Mitglieder begrüßt. Als solche sind sie ab 2026 stimmberechtigt bei den European Film Awards und tragen durch ihre Mitgliedschaft zur Förderung des europäischen Kinos bei.