"Sechswochenamt", Source: Piffl Medien, DFF, © Filmweh, Markus Ott
Gerta Gormanns, Magdalena Laubisch (v.l.)

Ab Donnerstag im Kino: Sechswochenamt

Abschied von einem nahen Angehörigen nehmen, die letzten Angelegenheiten regeln, eine Beerdigung organisieren: Erfahrungen, die die meisten Menschen irgendwann machen, die jedoch selten so lebensnah gezeigt werden wie in Jacqueline Jansens erstem Spielfilm "Sechswochenamt". Die 25-jährige Lore kommt da für sechs Wochen zurück in ihr Heimatdorf im Rheinland, nachdem ihre Mutter gestorben ist. Doch nicht nur sie ist im Ausnahmezustand, zur gleichen Zeit legt die Corona-Pandemie das ganze Land lahm und hält die Menschen in Isolation. Lore versucht trotzdem, alles Wichtige zu regeln und eine Trauerfeier zu organisieren. Dabei stößt sie auf den Widerstand der Bürokratie wie auch ihrer Verwandtschaft, die auf ihre unkonventionellen Ideen ablehnend reagiert – und beim Versuch, in all dem Chaos auch noch mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen, stößt sie immer wieder an ihre Grenzen. Langsam realisiert sie: Der Ausnahmezustand ist gar nicht so vorübergehend, denn nichts wird jemals wieder so sein, wie es war. Für seine meisterhafte Balance zwischen Ernst und Komik und seinen präzisen Blick für das Banale wie das Tiefgründige im Alltag, ist "Sechswochenamt" bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Magdalena Laubisch erhielt für ihre brillante Darstellung der Lore den Förderpreis Neues Deutsches Kino.

Aktuelles

Das Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. veranstaltet seit 2005 den jährlichen Dokumentarfilmtreff DOKVILLE. Der Branchenkongress diskutiert in seiner diesjährigen Ausgabe, die am kommenden Donnerstag und Freitag (18. und 19.06.) stattfindet, die Gefahrenpotenziale, der die Demokratien der Gegenwart ausgesetzt sind, und fragt: Ist unsere Zivilgesellschaft am Ende?

Die erste Bewerbungsphase für nextSTEP, das Gründungsprogramm von Hessen Film & Media, hat begonnen. Mit nextSTEP begleitet Hessen Film & Media angehende Gründer*innen aus der Film- und Medienbranche ein Jahr lang auf ihrem Weg von der Idee zum tragfähigen Geschäftsmodell. 

Der hessische Kunst- und Kulturminister Gremmels hob in einer Bundesratsrede die Bedeutung der Kinos für die kulturelle Infrastruktur hervor.

Die Ausschreibung für den 16. Günter Rohrbach Filmpreis hat begonnen. Bis zum 31. Juli 2026 können deutschsprachige Kino- und Fernsehfilme, die das Thema "Arbeitswelt und Gesellschaft" behandeln und eine Länge von mindestens 80 Minuten haben, an dem renommierten Wettbewerb teilnehmen. 

Am Dienstag, den 23. Juni 2026, wird im festlichen Rahmen des Cuvilliés-Theaters München der 25. Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke verliehen. Der von Elisabeth Wicki-Endriss im Gedenken an das filmische Schaffen ihres Mannes Bernhard Wicki (1919-2000) initiierte Preis ehrt seit 2002 künstlerisch herausragende Filme mit humanistischer, gesellschaftspolitischer und friedensstiftender Dimension.