"Sommer auf Asphalt", Source: Filmwelt Verleihagentur, DFF, © Wüste Medien, Frizzi Kurkhaus
Christoph Maria Herbst, Mala Emde (v.l.)

Neu im Kino: Sommer auf Asphalt

Zwischen dichtem Verkehr und dem Rhythmus des urbanen Alltags bewegt sich die Fahrradkurierin Les (Mala Emde) scheinbar mühelos durch Hamburg. Doch während sie Pakete von einem Ort zum nächsten bringt, gerät ihr eigenes Leben zunehmend aus dem Takt: Eine unerwartete Schwangerschaft stellt ihre Zukunftspläne infrage, gleichzeitig taucht ihr Vater Bert (Christoph Maria Herbst) wieder auf, zu dem der Kontakt über Jahre abgebrochen war. Die plötzliche Wiederbegegnung zwingt beide dazu, sich mit alten Verletzungen, unausgesprochenen Erwartungen und der Frage auseinanderzusetzen, ob ein Neuanfang möglich ist. Mit seinem Kinodebüt "Sommer auf Asphalt" gelingt Simon Ostermann eine warmherzige Tragikomödie über Bewegung, Stillstand und den Mut, die Richtung zu ändern. Mit feinem Gespür für Zwischentöne verbindet er humorvolle Momente mit nachdenklichen Beobachtungen über Verantwortung und die Suche nach Orientierung. So entfaltet sich vor der Kulisse eines flirrenden Hamburger Sommers eine Geschichte über das Erwachsenwerden, wobei Mala Emde und Christoph Maria Herbst ihren Figuren eine große Nahbarkeit verleihen und aus den Konflikten und Annäherungen von Les und Bert ein gleichermaßen berührendes wie unterhaltsames Vergnügen machen.

Aktuelles

Die Kommission für Förderungen aus dem Minoritären Koproduktionsfonds hat in der dritten Förderrunde des Fonds 1.200.000 Euro an sieben Spielfilme mit minoritärer deutscher Beteiligung vergeben, darunter neue Projekte von Nikolaj Arcel, Kurdwin Ayub, Ari Folman und Ulrich Seidl. Der letzte Förderjahrgang war auf den jüngsten Filmfestspielen von Cannes mit zwei Filmen vertreten, Ryūsuke Hamaguchis "All Of A Sudden" wurde im Wettbewerb mit dem Preis für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

In Erinnerung an den Regisseur und Drehbuchautor Manfred Stelzer vergibt die Deutsche Kinemathek gemeinsam mit seiner Frau Beatrice E. Stammer ab 2026 wieder jährlich den mit 5.000 Euro dotierten Manfred-Stelzer-Preis. Gesucht wird die herausragende Komödie einer oder eines Nachwuchs-Filmschaffenden. Die Verleihung findet am 20. November 2026 in der Deutschen Kinemathek statt.

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Heute Abend wurde in Berlin im Palais am Funkturm in einer Galaveranstaltung mit rund 1.900 Gästen der Deutsche Filmpreis 2026 verliehen. Mit zehn Lolas ist Mascha Schilinskis Drama "In die Sonne schauen", das unter anderem im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet und später auf die Shortlist der Academy Awards gesetzt wurde, der große Sieger der Verleihung, die wie schon im letzten Jahr erneut von Christian Friedel moderiert wurde.

Die Zahl der Menschen, die 2025 in Deutschland ein Kino besucht haben, ist um 8 Prozent auf 23,4 Millionen gestiegen; dies entspricht einer Reichweite von 31 Prozent. Das bedeutet, dass 31 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung 2025 mindestens einmal ein Kino besucht haben (2024: 29 %). Gleichzeitig ist die Besuchsintensität leicht zurückgegangen: Mit durchschnittlich 3,8 Tickets je Kinobesucher*in liegt die Besuchshäufigkeit um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Mit über 560.000 Euro Verleihförderung unterstützt das Medienboard Berlin-Brandenburg die Herausbringung von 17 neuen Filmen.