"Dry Leaf", Source: Grandfilm, DFF, © Grandfilm
"Dry Leaf"

Neu im Kino: Dry Leaf

Nach seinem vielfach preisgekrönten "Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?" legt dffb-Absolvent Alexandre Koberidze mit "Dry Leaf" ein Werk vor, das auf den ersten Blick wie die pure Provokation wirkt. Dieses dreistündige Road Movie durch das ländliche Georgien bietet statt schönen Landschaftsaufnahmen unscharfe Bilder voller Artefakte, wurde er doch auf einem Handy aus dem Jahr 2008 gedreht. Auch die Handlung des Films ist voller Irritationen. Ein Vater macht sich da – gemeinsam mit einem unsichtbaren Begleiter – auf die Suche nach seiner verschwundenen Tochter, einer Fotografin. Einziger Anhaltspunkt: Sie arbeitete zuletzt an einem Projekt über kleine Fußballplätze in den entlegenen Regionen des Landes. Während die beiden von einem Bolzplatz zum nächsten tingeln und dabei weiteren Unsichtbaren begegnen, scheinen sie sich im Nirgendwo zu verlieren. - Doch so sperrig "Dry Leaf" nun klingt: Lässt man sich mit etwas Geduld auf dieses eigenwillige Werk ein, entfaltet es seinen ganz eigenen, hypnotischen Reiz. Es ist eine magische Welt, in die Alexandre Koberidze uns entführt – skurril und melancholisch, rätselhaft und absurd, mit wunderbar abseitigem Humor. Und irgendwann kann es geschehen, dass man auch diese furchtbar pixeligen Bilder ziemlich schön findet…

Aktuelles

Kurz nachdem im Mai die Kinoprogrammprämie des Bundes für 2025 ausgeschüttet wurde, starten nun die Vorbereitungen für die Förderrunde 2026. Zentraler Bestandteil der Kinoprogrammprämie ist die Filmliste mit allen programmfüllenden Filmen, die im Jahr 2025 im Kino gespielt wurden. Die FFA stellt eine Vorab-Version dieser Filmliste bereit, die ab sofort auf der FFA-Website eingesehen und überprüft werden kann.

In der Sommer-Sitzung vergibt das Gremium der Filmförderung im MBB 4,3 Mio. Euro an 12 Filmproduktionen und 6 Entwicklungsvorhaben.

Meisterwerke des Stummfilms, Open Air an einem der exklusivsten Spielorte Berlins: Vom 26. bis zum 28. August 2026 präsentiert Bertelsmann in Kooperation mit der UFA die inzwischen 15. UFA Filmnächte – an drei Abenden unter freiem Himmel, vor der spektakulären Kulisse der Berliner Museumsinsel und begleitet von Live-Musik.

Die Günter Rohrbach Filmpreis Stiftung schreibt auch im Jahr 2026 zum 6. Mal einen Preis für Drehbuch-Exposés aus. Dies, wie bewährt, in Kooperation mit der Kreisstadt Neunkirchen und der Arbeitskammer des Saarlandes und in Zusammenarbeit mit dem Verband für Film- und Fernsehdramaturgie e.V. (VeDRA) und der Master School Drehbuch Berlin (MSD).

Der Preis für Schauspielkunst des 22. Festival des Deutschen Films Ludwigshafen am Rhein geht im Jahr 2026 an Christian Berkel. Im Zusammenhang mit der Preisverleihung werden seine aktuellen Filme "Ein Nachthemd für zwei" und "Block 10" gezeigt.