"Born to Fake" (2025); Quelle: Across Nations Filmverleih, DFF, © Across Nations
"Born to Fake" (2025)

Ab Donnerstag im Kino: Born to Fake

Mit "Born to Fake" legen die Regisseure Erec Brehmer und Benjamin Rost eine ebenso faszinierende wie erhellende Reise in die Untiefen medialer "Wahrheitsproduktion" vor. Im Mittelpunkt steht der Journalist Michael Born, der in den 1990er-Jahren mit gefälschten Fernsehreportagen einen der größten Medienskandale Deutschlands auslöste. Seine Geschichten über angebliche Kinderarbeit, satanische Rituale oder den Ku-Klux-Klan in der Eifel schockierten Millionen Zuschauer – niemand ahnte, dass praktisch alles daran nur ausgedacht war. Über Jahre wurden seine Filme von renommierten TV-Redaktionen gesendet. Aus bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, hunderten Stunden Rohaufnahmen und Gesprächen mit Weggefährten entsteht in "Born to Fake" das Porträt eines Mannes, der das Fernsehen zugleich täuschte und entlarvte. Doch der Film rekonstruiert nicht nur einen spektakulären Betrugsfall. Der Film wird selbst zur packenden Medienanalyse: Wie entstehen Bilder, denen wir glauben? Warum funktionieren Fälschungen oft besser als die Realität? Und was sagt der Fall Michael Born über unsere Gegenwart im Zeitalter von Fake News, Social Media und künstlicher Intelligenz aus? Ein kluger, vielschichtiger Dokumentarfilm über Manipulation, Inszenierung und die fragile Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion.

Aktuelles

Die FFA-geförderte deutsch-europäische Koproduktion "Das geträumte Abenteuer" (DE, Komplizen Film/FR/BU/AT) von Valeska Grisebach hat bei den 79. Internationalen Filmfestspielen von Cannes den Preis der Jury gewonnen. 

Das Haus des Dokumentarfilms - Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. und die Film- und Medienstiftung NRW haben gemeinsam den Europäischen Dokumentarfilmpreis initiiert. Am 18. Juni 2026 wird er in Stuttgart im Rahmen der Branchentagung DOKVILLE erstmals verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und würdigt das Lebenswerk eines oder einer europäischen Filmschaffenden. Künftig soll die Preisverleihung zwischen Stuttgart und Köln alternieren.

In ihrer ersten Sitzung des Jahres hat die Förderjury insgesamt 160.000 Euro kulturelle Kurzfilmförderung vergeben. Die vier geförderten Projekte setzen sich aus zwei fiktionalen und zwei dokumentarischen Kurzfilmen zusammen.

Wer ausgewählte Highlights der 76. Berlinale noch vor dem Kinostart erleben möchte, hat dazu vom 21. bis 24. Juni bei der Sommer-Berlinale im radioeins Freiluftkino Friedrichshain beste Gelegenheit.

In ihrer jüngsten Sitzung hat die FFA-Förderkommission Medialeistungen im Wert von 1.600.000 Euro an die Verleihe von fünf Spielfilmen vergeben, um die in den kommenden Monaten anstehenden Kino-Neustarts im Fernsehen, im Radio und bei VoD-Diensten bewerben zu können. Insgesamt lagen der Kommission acht Anträge vor.