"Everytime", Source: eksystent filmverleih, DFF, © The Barricades, Panama Film, Gregory Oke
"Everytime"

Neu im Kino: Everytime

Von einem unerträglichen Verlust und dem Versuch, danach weiterzuleben, erzählt Sandra Wollner ("The Trouble With Being Born") in ihrem neuen Film "Everytime": Birgit Minichmayr spielt darin Ella, Mutter zweier Töchter. Als Jessie, die ältere der beiden, stirbt, gelingt es Ella immer weniger, ihrer Trauer zu entkommen, und sie zieht sich in sich selbst zurück. Erst als sie deren Freund Lux (Tristán López) wiedertrifft, versucht sie, sich ihren Erinnerungen und der neuen Situation zu stellen. Obwohl alle Lux die Schuld an Jessies Tod geben, und auch die jüngere Tochter Melli (Lotte Keiling) auf Distanz geht, brechen die drei gemeinsam zu einer Reise nach Teneriffa auf. Dort, in fremder Umgebung unter flirrender Sonne, scheinen die Grenzen der Wahrnehmung sich aufzulösen, Gegenwart und Vergangenheit verwischen zusehends…  In suggestiven, immer wieder surrealen Bildern und fern von Klischees wird "Everytime" zu einer hypnotischen Reflexion über Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung, getragen von hervorragenden Schauspieler*innen, allen voran Birgit Minichmayr. In Cannes gewann der Film den Hauptpreis der Sektion "Un Certain regard" – und nicht wenige nannten ihn den Höhepunkt des gesamten Festivals.

Aktuelles

Seit Jahrzehnten verbindet Iris Berben ihre künstlerische Arbeit mit einer klaren gesellschaftlichen Haltung. Für ihren beharrlichen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sowie für Erinnerungskultur, jüdisches Leben und demokratische Bildung zeichnet der Deutsche Kulturrat die Schauspielerin mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 aus.

Wie sah 1972 die Zukunftsvision für das Jahr 2002 aus? Die DEFA-Stiftung präsentiert am Montag, 10. August, um 19:00 Uhr im Berliner Kino Krokodil mit "Blick in das Morgen von Gestern" eine Auswahl von DEFA-Dokumentarfilmen der 1970er-Jahre, die ein Panorama aus technischen Hoffnungen, ideologischen Leitbildern und einem ganz speziellen Zukunftsoptimismus zeichnen.

Mit elf produktionsgeförderten Filmen in acht Sektionen, darunter zwei Beiträgen im internationalen und zwei im Nachwuchswettbewerb, ist die Filmförderung des Bundes beim 79. Locarno Film Festival (5. bis 15. August 2026) breit vertreten. Zwei weitere Projekte im Entwicklungsstadium wurden für die elfte Ausgabe der FFA-geförderten Koproduktionsinitiative Alliance 4 Development von Locarno Pro ausgewählt.

Der Vergabeausschuss der nordmedia hat in der zweiten Förderrunde 2026 Fördermittel in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt werden 48 Projekte aus den Bereichen Film, Fernsehen, Games und Talentförderung unterstützt. Zu den Highlights zählen die Kinoproduktionen "Mama, bitte lern Deutsch" und "Petronella Apfelmus". Erstmals erhalten zwei Projekte eine Förderung im Rahmen des neuen Förderprogramms nordmedia Familienzuschuss.

Der Vergabeausschuss für die Film- und Fernsehförderung hat am 29.07. getagt und entschieden, 41 Projekte mit insgesamt 3,7 Mio. Euro zu unterstützen.