"The Other Side", Source: X Verleih, DFF, © Trimafilm, Felix Pflieger, X Verleih
Nina Hoss

Ab Donnerstag im Kino: Die andere Seite

Eine Pandemie, die alles verändert. Eine Frau, die in die Einsamkeit der Berge flieht, ganz auf sich allein gestellt: In ihrem neuen Film verknüpft Mariko Minoguchi ("Mein Ende. Dein Anfang.", "Dezember") Motive von Dystopie und Survival-Thriller mit existenziellen Fragen von Freiheit und Flucht, Grenzen und Ausgrenzung. Die großartige Nina Hoss beeindruckt als Hanna, die ihre Familie an die in Nordeuropa grassierende Seuche verloren hat und, da sie selbst infiziert und eine potenzielle Gefahr ist, die alpine Wildnis einer Internierung im Lager vorgezogen hat. In ihren täglichen Überlebenskampf bricht die Begegnung mit einer anderen Ausgegrenzten: Auch die junge Lila, gespielt von Precious Mariam Sanusi, ist in die Berge geflüchtet. Obwohl beide Frauen eher Einzelgängerinnen sind, nimmt Hanna sich ihrer an, und sie beschließen, nach Süden aufzubrechen, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint… "Die andere Seite" fasziniert mit wuchtigen Naturaufnahmen und feinem Gespür für Zwischenmenschliches. Minoguchis konzentrierte Regie erzeugt dabei Thriller-Spannung, ohne mit krachender Action aufwarten zu müssen – und erzählt eindringlich und berührend davon, wie man alles verlieren und doch ungeahntes Neues finden kann.

Aktuelles

Am kommenden Sonntag, 25.10., um 17.00 Uhr präsentiert das Münchner Filmmuseum F.W. Murnaus "Faust. Eine deutsche Volkssage" mit Live-Musikbegleitung sowie Vortrag und Buchpräsentation der "Faust Bibel" von MUBI Editions.

Nach vier intensiven Festivaltagen endete gestern Abend, am Montag, den 19. Oktober 2026, die 26. Ausgabe von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst.

Filme eröffnen Zugänge zu Geschichte, gesellschaftlichen Fragen und persönlichen Lebenswegen. Mit zwei neuen Formaten, die VISION KINO gemeinsam mit den Partnern der SchulKinoWochen umgesetzt hat, stehen 2026 die Themen Demokratie, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Mittelpunkt der Filmbildungsarbeit.

Am 12. November wird im Rahmen der Preisverleihung des 75. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg (IFFMH) auch der Deutsche Dokumentarfilmpreis 2026 vergeben. Die Nominierten hat der SWR heute auf der Programmpressekonferenz des IFFMH in Mannheim bekannt gegeben.

Die Ausgaben für Home Video und Kino in Deutschland erreichten im ersten Halbjahr 2026 mit 2,3 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch. Das entspricht einem Wachstum von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber waren vor allem die Kinoausgaben, die auf 522 Millionen Euro stiegen. Das SVoD-Segment überschritt erstmals die Marke von 1,5 Milliarden Euro.