"Home Entertainment", Source: Zorro Medien, DFF
Nadine Dubois, Joseph Bundschuh (v.l.)

Neu im Kino: Home Entertainment

In Dietrich Brüggemanns neuer Tragikomödie "Home Entertainment" gerät ein vermeintlich unspektakulärer Abend auf dem Sofa zum Brennglas für die Tücken moderner Paarbeziehungen: Marie und Florian wollen eigentlich nur etwas zu essen bestellen und einen Film streamen – doch zwischen Lieferdiensten, Passwortchaos und wackeligem WLAN entsteht aus banalen Entscheidungen ein Strudel aus Gereiztheit, Überforderung und unausgesprochenen Konflikten. Brüggemann, der sich in seinen Arbeiten immer wieder den Tücken menschlichen Miteinanders widmet, setzt diesmal radikal auf Reduktion: gedreht mit Mini Team, minimalem Budget und fast vollständig in einem einzigen Raum. Gerade diese Beschränkung verleiht dem Film seine Schärfe. Nadine Dubois und Joseph Bundschuh tragen das Kammerspiel mit präzisem Timing und großer Präsenz, während Brüggemann den digitalen Alltag mit trockenem Humor und feinem Blick für Zwischentöne seziert. "Home Entertainment" ist zugleich Beziehungsstudie, Alltagsfarce und medienkritischer Kommentar – ein unaufgeregtes Projekt, das überraschend viel über unsere Gegenwart erzählt.

Aktuelles

Wer ausgewählte Highlights der 76. Berlinale noch vor dem Kinostart erleben möchte, hat dazu vom 21. bis 24. Juni bei der Sommer-Berlinale im radioeins Freiluftkino Friedrichshain beste Gelegenheit.

In ihrer jüngsten Sitzung hat die FFA-Förderkommission Medialeistungen im Wert von 1.600.000 Euro an die Verleihe von fünf Spielfilmen vergeben, um die in den kommenden Monaten anstehenden Kino-Neustarts im Fernsehen, im Radio und bei VoD-Diensten bewerben zu können. Insgesamt lagen der Kommission acht Anträge vor.

Von Neu- und Wiederentdeckungen bis hin zu großem Unterhaltungskino: Mit der diesjährigen Auswahl erneuert das 43. Filmfest München seinen Anspruch, die wichtigste Plattform für das deutsche Filmschaffen zu sein. In der etablierten Wettbewerbsreihe Neues Deutsches Kino feiern in diesem Jahr 16 Filme ihre Weltpremiere. 

Der aus Fernsehen und Kino bekannte Schauspieler Alexander Held ist tot. Er starb mit nur 67 Jahren.

Die Nordic NEST-Jury hat entschieden: Mit "Cargo Crime" von Autorin Valeria Richter aus Dänemark, "Deeper" von Eva-Maria Koskinen aus Finnland und "White Noise" von Stefanie Ren aus Deutschland wurden anlässlich der Filmfestspiele von Cannes die drei Gewinnerprojekte der ersten Nordic NEST-Runde bekanntgegeben. Alle Projekte werden sowohl aus den nordischen Ländern als auch aus Deutschland produziert und bekommen für die Drehbuchphase eine zusätzliche Förderung von bis zu 60.000 Euro je Projekt.