"The Beauty of Ballroom", Source: Rise and Shine Cinema, DFF, © Rise and Shine Cinema
Xyza Pinklady Mizrahi

Ab Donnerstag im Kino: The Beauty of Ballroom

Ein Tanzsaal, ausgelassene Atmosphäre – und Körper, die sich im Rhythmus der Musik regelrecht verwandeln: In "The Beauty of Ballroom" taucht Chan Sze-Wei tief in die faszinierende Welt der jungen, aber unglaublich lebendigen Ballroom-Szene ein, die sich in Malaysia, auf den Philippinen und in Thailand entwickelt hat – inspiriert von der schwarzen und lateinamerikanischen Community, die in New York einst Voguing und Ballroom erfand. Regisseur*in Chan Sze-Wei begleitet drei Menschen, die dieser Bewegung in Südostasien ein eigenes Gesicht geben: Teddy, der im Ballroom endlich die Nähe findet, die ihm in einer von Gewalt geprägten Kindheit fehlte. Xyza, die Zurückweisung und Colorism in eine kraftvolle Bewegung der Sichtbarkeit verwandelt. Und Sun, der zwischen Herkunft, Familie und queerer Identität seinen eigenen Weg auf dem Runway findet. Auf den Balls tanzen sie nicht nur, sondern erfinden sich neu, feiern ihre Individualität und finden in den Gleichgesinnten eine Wahlfamilie. Chan Sze-Wei begegnet diesen Protagonist*innen mit großer Nähe und lässt die Grenzen zwischen Bühne und Alltag, Performance und Persönlichkeit immer wieder verschwimmen. Was zunächst wie ein glamouröses Spiel mit Inszenierung erscheint, offenbart sich als Ausdruck einer viel tieferen Sehnsucht: nach Anerkennung, Freiheit und einem Ort, an dem man ganz man selbst sein kann.

Aktuelles

Der Wettbewerb um den 16. Günter Rohrbach Filmpreis geht in die heiße Phase: 60 Einreichungen wurden von den Mitgliedern der Vorjury gesichtet und gemeinsam wurden acht Filme für die Shortlist ausgewählt.

 Auszeichnungen unter anderem für "Vaterland" und "Biermann".

Bis Oktober präsentiert das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum Frankfurt eine Filmreihe des Dokumentarfilmers und Kameramanns Pavel Schnabel, der bei allen Vorstellungen persönlich zu Gast sein wird. 

Sieben neu ins Kino kommende Spiel- und zwei Dokumentarfilme, darunter die neuen Filme von Doris Dörrie, Andreas Dresen und Emily Atef, erhalten kulturelle Verleihförderung. Insgesamt hat die Jury 472.500 Euro vergeben.

Ob ein Film im Kino gesehen wird, ist eine bewusste Abwägung, die in der heutigen, digitalen Zeit komplexer geworden ist. Das zeigt eine mehrstufige qualitative Untersuchung der Filmförderungsanstalt FFA, die am Nachmittag auf der Filmkunstmesse 2026 vorgestellt wurde. Grundlage sind 77 Interviews mit Kinobesucher*innen, Nicht-Kinobesucher*innen und Fachleuten in Deutschland und Frankreich.