"Home Entertainment", Source: Zorro Medien, DFF
Nadine Dubois, Joseph Bundschuh (v.l.)

Neu im Kino: Home Entertainment

In Dietrich Brüggemanns neuer Tragikomödie "Home Entertainment" gerät ein vermeintlich unspektakulärer Abend auf dem Sofa zum Brennglas für die Tücken moderner Paarbeziehungen: Marie und Florian wollen eigentlich nur etwas zu essen bestellen und einen Film streamen – doch zwischen Lieferdiensten, Passwortchaos und wackeligem WLAN entsteht aus banalen Entscheidungen ein Strudel aus Gereiztheit, Überforderung und unausgesprochenen Konflikten. Brüggemann, der sich in seinen Arbeiten immer wieder den Tücken menschlichen Miteinanders widmet, setzt diesmal radikal auf Reduktion: gedreht mit Mini Team, minimalem Budget und fast vollständig in einem einzigen Raum. Gerade diese Beschränkung verleiht dem Film seine Schärfe. Nadine Dubois und Joseph Bundschuh tragen das Kammerspiel mit präzisem Timing und großer Präsenz, während Brüggemann den digitalen Alltag mit trockenem Humor und feinem Blick für Zwischentöne seziert. "Home Entertainment" ist zugleich Beziehungsstudie, Alltagsfarce und medienkritischer Kommentar – ein unaufgeregtes Projekt, das überraschend viel über unsere Gegenwart erzählt.

Aktuelles

Die FFA-geförderte deutsch-europäische Koproduktion "Das geträumte Abenteuer" (DE, Komplizen Film/FR/BU/AT) von Valeska Grisebach hat bei den 79. Internationalen Filmfestspielen von Cannes den Preis der Jury gewonnen. 

Das Haus des Dokumentarfilms - Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. und die Film- und Medienstiftung NRW haben gemeinsam den Europäischen Dokumentarfilmpreis initiiert. Am 18. Juni 2026 wird er in Stuttgart im Rahmen der Branchentagung DOKVILLE erstmals verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und würdigt das Lebenswerk eines oder einer europäischen Filmschaffenden. Künftig soll die Preisverleihung zwischen Stuttgart und Köln alternieren.

In ihrer ersten Sitzung des Jahres hat die Förderjury insgesamt 160.000 Euro kulturelle Kurzfilmförderung vergeben. Die vier geförderten Projekte setzen sich aus zwei fiktionalen und zwei dokumentarischen Kurzfilmen zusammen.

Wer ausgewählte Highlights der 76. Berlinale noch vor dem Kinostart erleben möchte, hat dazu vom 21. bis 24. Juni bei der Sommer-Berlinale im radioeins Freiluftkino Friedrichshain beste Gelegenheit.

In ihrer jüngsten Sitzung hat die FFA-Förderkommission Medialeistungen im Wert von 1.600.000 Euro an die Verleihe von fünf Spielfilmen vergeben, um die in den kommenden Monaten anstehenden Kino-Neustarts im Fernsehen, im Radio und bei VoD-Diensten bewerben zu können. Insgesamt lagen der Kommission acht Anträge vor.