"Yellow Letters", Source: Alamode Filmverleih, DFF, © Ella Knorz, if... Productions, Alamode Film
Özgü Namal, Tansu Biçer (v.l.)

Berlinale 2026: Gelbe Briefe

İlker Çataks letzter Film "Das Lehrerzimmer" erhielt zahlreiche Auszeichnungen und eine Oscar-Nominierung als Bester internationaler Film. Nun feiert sein neues Werk im Wettbewerb der Berlinale Premiere: "Gelbe Briefe" spielt in der Türkei, dem Herkunftsland seiner Eltern, und handelt von einem erfolgreichen Ehepaar aus der Theaterszene von Ankara, das plötzlich ins Visier der Justiz gerät, weil es sich zu regierungskritisch äußerte. Die Folge: staatliche Willkür und Repressalien. Bald müssen die beiden sich entscheiden, wie weit sie ihre Überzeugungen aufgeben wollen, um ihre Existenz nicht zu gefährden… Man darf davon ausgehen, dass İlker Çatak diese realitätsnahe Geschichte über ein repressives System, Machtmissbrauch und die Freiheit der Kunst nicht reißerisch erzählt, sondern mit klugem Fingerspitzengefühl. In den Hauptrollen sind die beiden türkischen Stars Özgü Namal und Tansu Biçer zu sehen, gedreht wurde allerdings nicht in der Türkei, sondern in Hamburg, mutmaßlich aufgrund des brisanten Themas. Die Uraufführung von "Gelbe Briefe" findet am 13. Februar im Berlinale Palast statt, gefolgt von vier weiteren Vorführungen in unterschiedlichen Kinos. Wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg bei der Jury.
 

Aktuelles

Der European Film Market hat Ştefan Bradea und Monica Felea von Bad Unicorn (Rumänien) als die Gewinner*innen des EFM Distributor Award 2026 bekanntgegeben.

Der deutsche Film kann im Ausland auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken. Insgesamt erzielten deutsche Filme außerhalb Deutschlands Einnahmen von knapp 250 Millionen Euro und zogen mehr als 33 Millionen Zuschauer*innen an. Im Vergleich zu 2024 bedeutet das eine Steigerung um rund 115 Prozent. 

Die Berlinale bietet eine vielfältige Auswahl an Gesprächen, die das öffentliche Programm begleiten, um Fachbesucher*innen, Publikum wie auch Fans breit gefächerte Möglichkeiten zu tieferen Einblicken in und Reflexionen über das Kino und das Handwerk des Filmemachens zu eröffnen. 

In der ersten FFA-Kinoförderrunde dieses Jahres wurden 45 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 1.977.168,12 Euro positiv beschieden; alle förderfähigen Anträge konnten berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung hat sich gemeinsam mit den Fraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag auf einen Investitionspakt für den Filmstandort Deutschland geeinigt. Dieser sieht eine Investitionsverpflichtung und eine verlässliche wirtschaftliche Filmförderung in Höhe von 250 Mio. Euro jährlich vor.