"Gentle Monster", Source: Alamode Filmverleih, DFF, © Frédéric Batier, Film AG, Alamode Film
Léa Seydoux

Neu im Kino: Gentle Monster

Zwei Frauen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, aber dennoch einiges gemeinsam haben, stehen im Mittelpunkt von "Gentle Monster", dem neuen Film von Marie Kreutzer: Pianistin Lucy, gespielt von Léa Seydoux, hat nach dem Burnout ihres Mannes Philip (Laurence Rupp) ihre eigene Karriere zurückgestellt und ist mit ihm und dem gemeinsamen kleinen Sohn auf einen Bauernhof in Bayern gezogen. Polizistin Elsa, gespielt von Jella Haase, pflegt neben dem aufreibenden Dienst ihren an Demenz erkrankten Vater. Als die Wege der beiden Frauen sich kreuzen, ist das für Lucy eine Katastrophe – denn Elsa kommt als Ermittlerin in ihr Haus, als es eines Tages von der Polizei auf den Kopf gestellt wird, auf der Suche nach kinderpornographischem Material, das Philip besitzen und verbreiten soll. Für Lucy bricht eine Welt zusammen, und sie muss sich fragen, ob sie ihren eigenen Mann wirklich kennt. Doch auch die Ermittlerin zeigt der Film in privaten Situationen, in denen sie aus Liebe lieber die Augen vor einer möglichen Missbrauchsgeschichte verschließt, trotz ihrer Erfahrung mit solchen Fällen. Marie Kreutzer gelingt mit diesen ineinander gespiegelten - und großartig gespielten - Frauengeschichten eine ungewöhnlich nuancierte Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema. Und so aufwühlend und schmerzhaft "Gentle Monster" ist, so ermutigend erzählt er von der Kraft, die aus der Ehrlichkeit zu sich selbst erwachsen kann.

Aktuelles

Sieben neu ins Kino kommende Spiel- und zwei Dokumentarfilme, darunter die neuen Filme von Doris Dörrie, Andreas Dresen und Emily Atef, erhalten kulturelle Verleihförderung. Insgesamt hat die Jury 472.500 Euro vergeben.

Ob ein Film im Kino gesehen wird, ist eine bewusste Abwägung, die in der heutigen, digitalen Zeit komplexer geworden ist. Das zeigt eine mehrstufige qualitative Untersuchung der Filmförderungsanstalt FFA, die am Nachmittag auf der Filmkunstmesse 2026 vorgestellt wurde. Grundlage sind 77 Interviews mit Kinobesucher*innen, Nicht-Kinobesucher*innen und Fachleuten in Deutschland und Frankreich.

Wie sein Sohn nach einer "Bild"-Meldung bestätigte, ist der Schauspieler Ralf Richter gestorben.

Vom 6. bis 15. Oktober 2026 findet die 31. Ausgabe des Busan International Film Festival (BIFF) statt. Das Festival zählt zu den bedeutendsten Filmfestivals Asiens und präsentiert auch in diesem Jahr ein umfangreiches deutsches Line-up: Insgesamt sind 18 deutsche Produktionen und Koproduktionen in verschiedenen Sektionen vertreten.

Vom 24. September bis 4. Oktober 2026 präsentiert das Zurich Film Festival insgesamt 133 Filme, darunter zahlreiche internationale Produktionen sowie 46 Welt- und Europapremieren.