"Death of My Youth", Source: missingFILMs, DFF, © Timo Jacobs Film
Timo Jacobs (links)

Neu im Kino: Tod meiner Jugend

Timo Jacobs hat als Schauspieler bereits Talent für unterschiedlichste Tonlagen bewiesen, von heftigen Dramen wie "Gegengerade - 20359 St. Pauli" bis zu feinsinnigen Komödien wie "Der lange Sommer der Theorie". Als Regisseur fiel er anfangs mit Schrägem à la "Klappe Cowboy" auf, setzte aber auch zunehmend melancholische Akzente, zuletzt etwa in "Hochstapler und Ponys". Sein neuer Film allerdings entfaltet eine ungeahnte emotionale Wucht: "Tod meiner Jugend", basierend auf dem autobiographischen Buch von Kai Peter und wieder mit Jacobs selbst in der Hauptrolle, erzählt von einem Hausmeister, der eine neue Stelle antritt, just in der Schule, die nicht nur sein Sohn besucht, sondern in die er auch selbst einst ging, und er nimmt Comedy-Unterricht, um seinem Leben neuen Schwung zu geben. Doch die Rückkehr an Orte der Vergangenheit gibt ihm auch andere Impulse, löst ungeahnt dunkle Gefühle aus. Getrieben von innerer Unruhe, macht er sich auf die Suche nach Antworten… Nüchtern und klar, dabei Gegenwart und Vergangenheit geschickt miteinander verknüpfend, erzählt Timo Jacobs eindringlich von Mobbing, Gewalt und sexuellem Missbrauch, und von der massiven Wiederkehr des Verdrängten: "Die Vergangenheit klopft nicht an - sie tritt die Tür ein." An der Seite von Timo Jacobs sind in diesem beeindruckenden Drama unter anderen Nadeshda Brennicke als Kais Frau und Milo Eisenblätter als Kai im Kindesalter zu sehen.

Aktuelles

Mit über 560.000 Euro Verleihförderung unterstützt das Medienboard Berlin-Brandenburg die Herausbringung von 17 neuen Filmen. 

Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum ist von Montag, 8., bis Mittwoch, 10. Juni, Gastgeber der Abschlussveranstaltung "À NOUS LE CINÉMA !" des renommierten internationalen Filmvermittlungsprojekts "Le Cinéma, cent ans de jeunesse" (CCAJ). 

In den aktuellen Förderrunden der Hessen Film & Medien fließen insgesamt über 2,4 Millionen Euro in die Bereiche Talentfilm, Main Jury, Verleihförderung, Stoffentwicklung, Medien, Festivals sowie Kinoinvestitionsförderung. Im Fokus stehen Projekte hessischer Talente sowie Produktionen, die gesellschaftliche Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven behandeln: von Coming-of-Age- und Familiengeschichten über Dokumentar- und Animationsfilme bis hin zu politischem Arthousekino.

Am Freitag wird in Berlin der Rote Teppich für die Lola ausgerollt! 1900 Gäste feiern im Palais am Funkturm das deutsche Kino und seine Stars, herausragende künstlerische Leistungen, cineastische Erfolge und die Nominierten des Deutschen Filmpreises.

Am gestrigen Montag ging das 41. DOK.fest München zu Ende. Mit insgesamt 58.000 Besucher*innen war das Festival ein großer Erfolg. Im Kino (6. bis 18. Mai) besuchten 40.500 Zuschauer*innen und Gäste die Vorstellungen und Veranstaltungen – 4.500 mehr als im Vorjahr.