© BASIS BERLIN Filmproduktion, ZDF, Thomas Lütz, Archive: Radio Bremen
Im Hintergrund: Maren Kroymann in "Nachtschwester Kroymann" (1994), vorne: Hella von Sinnen

Neu im Kino: Was haben wir gelacht

Wer durfte eigentlich lachen – und wer war selbst der Witz? Ausgehend von dieser scheinbar einfachen, tatsächlich aber brisanten Frage unternimmt der Dokumentarfilm "Was haben wir gelacht" von Eva Müller und Isabel Schneider eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Reise in die Fernsehgeschichte der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Mit Ausschnitten aus legendären Showformaten, kultigen TV-Momenten und überraschenden Archivfunden wirft der Film einen neuen Blick auf eine Ära, die das Humorverständnis einer ganzen Generation geprägt hat – und erzählt sie erstmals konsequent aus der Perspektive der Frauen, die sich ihren Platz in einer von Männern dominierten Unterhaltungswelt erkämpfen mussten. Entertainerinnen wie Maren Kroymann und Esther Schweins blicken zurück auf ihre Erfahrungen vor und hinter den Kulissen. Offen, klug und oft mit viel Selbstironie sprechen sie über Rollenbilder, Sexismus, Macht und den Preis, den Frauen zahlen mussten, um überhaupt als komisch wahrgenommen zu werden. Dabei wird schnell deutlich: Humor ist nie nur Unterhaltung – er erzählt immer auch etwas über gesellschaftliche Verhältnisse. So verbindet "Was haben wir gelacht" nostalgische TV-Erinnerungen mit einer klugen Analyse deutscher Mediengeschichte, die über Jahrzehnte von Männern dominiert und geschrieben wurde. Ein Film, der zum Lachen bringt, aber auch zum Nachdenken anregt.
 

Aktuelles

Der Regisseur und Autor Volker Schlöndorff wird im August auf dem 22. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Die Jury für Entwicklungsförderung hat in zwei Sitzungen zusammen 400.000 Euro kulturelle Drehbuchförderung für acht Spielfilme vergeben. Weitere zwölf Projekte, darunter fünf Dokumentarfilme, erhalten 210.000 Euro Treatmentförderung. Insgesamt wurden somit 20 Filmprojekte mit 610.000 Euro gefördert.

Ab sofort können Filme für die Wettbewerbe der 73. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen eingereicht werden, die vom 27. April bis zum 2. Mai 2027 stattfinden. 

Heute startet die Ausschreibung des 13. Wim Wenders Stipendiums der Film- und Medienstiftung NRW: Das mit insgesamt 100.000 Euro ausgestattete Stipendium wird wie immer in Zusammenarbeit mit der Wim Wenders Stiftung ausgelobt. 

Die Schauspielerin Luna Wedler wird beim 20. Fünf Seen Filmfestival mit dem Hannelore-Elsner-Preis ausgezeichnet. Sie nimmt den Preis am 4. September 2026 in der Schlossberghalle Starnberg entgegen.