Siri Hustvedt in "Siri Hustvedt - Dance Around the Self" (2026)
Siri Hustvedt

Ab Donnerstag im Kino: Siri Hustvedt – Dance Around the Self

Sabine Lidl zeichnet in "Siri Hustvedt – Dance Around the Self" ein präzises und zugleich zutiefst sensibles Porträt einer Autorin, die seit Jahrzehnten zu den markantesten intellektuellen Stimmen der USA zählt. Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm war ein spontaner Besuch 2016 bei Paul Auster in New York; Hustvedt, Austers Ehefrau, stieß dazu — ein ungeplantes Zusammentreffen, aus dem sich eine jahrelange filmische Begleitung entwickeln sollte. 2018 entstand daraus ein 50‑minütiges Porträt über Auster; 2024 begannen die Dreharbeiten für Lidls Film über Hustvedt. Von den weiten Landschaften Minnesotas bis zu ihrem heutigen Leben in Brooklyn zeichnet der Film das Bild einer Autorin, die Literatur, Neurowissenschaft, Psychologie und feministische Theorie als miteinander verwobene Denkbewegungen begreift. Im Zentrum stehen die Mechanik des Schreibens sowie die existenziellen Erschütterungen, die Hustvedts Werk prägen: die Suche nach Form, das Verwerfen und Neuordnen von Texten, die intellektuelle Neugier, aber auch die Trauer um Paul Auster, dessen Krebserkrankung und Tod 2024 den Film durchziehen. Animierte Sequenzen, Archivmaterial und szenische Elemente schaffen weitere Zugänge zu Hustvedts innerer Welt. So entsteht ein außergewöhnliches und vielschichtiges Porträt einer Künstlerin, die sich konsequent gegen vereinfachende Zuschreibungen stellt. Seine Premiere feierte "Siri Hustvedt – Dance Around the Self" auf der diesjährigen Berlinale. 

Aktuelles

Ab sofort sind Tickets für die 19. Ausgabe des LICHTER Filmfests Frankfurt International erhältlich. Vom 28. April bis 3. Mai 2026 bringt LICHTER großes Kino, viele Filmgäste und spannende Diskussionen nach Frankfurt. Über 100 Filme, darunter fünf Welt- und zwölf Deutschlandpremieren, laufen auf zehn Leinwänden im Festivalzentrum MASSIF E und weiteren Spielstätten.

Der Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist gestorben. Das meldete Der Spiegel heute mit Berufung auf den Suhrkamp Verlag.

Am gestrigen Dienstagabend wurde in Berlin der 24. Deutsche Hörfilmpreis vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergeben. Insgesamt 20 Produktionen waren in sechs Kategorien nominiert. Moderiert wurde die feierliche Gala, die im historischen Colosseum Filmtheater in Berlin stattfand, von Nadine Heidenreich.

Das DOK.fest München präsentiert in diesem Jahr seine rund 100 Festivalfilme in 15 thematisch gegliederten Reihen. Die Festivalleiterin Adele Kohout setzt einen neuen Akzent: Es gibt jeweils einen Signature-Film, der das Reihenthema repräsentiert und von einem neuen Gesprächsformat begleitet wird: FokusTalks. Daran nehmen neben den Filmgästen auch Fachexpert*innen zum jeweiligen Thema teil.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin haben ihre Bilanz für ihre 76. Ausgabe vorgelegt und ihre Termine für 2027 bekannt gegeben – mit wichtigen Änderungen zu den Vorjahren.