"Das Vorspiel" mit Weltpremiere in Toronto

Das Toronto International Film Festival (5. – 15. September 2019)  hat bei der Abschlusspressekonferenz am 20. August die finalen Filme im Programm seiner 44. Ausgabe veröffentlicht. "My Zoe" von Julie Delpy, "Cunningham" von Alla Kovgan und "Das Vorspiel" von Ina Weisse feiern Weltpremiere beim größten Festival in Nordamerika.

 

Weitere Beiträge unter deutscher Regie wurden bei renommierten Festivals in Berlin, Cannes oder Venedig uraufgeführt und mit ihrer Nordamerikapremiere in Toronto programmiert.  

Ina Weisses zweiter Spielfilm "Das Vorspiel" (DE/FR, Lupa Film, Port au Prince Film & Kultur Produktion) startet seine Festivalreise  in der Sektion Discovery in Toronto: Anna Bronsky ist Geigenlehrerin an einem Musikgymnasium. Gegen den Willen ihrer Kollegen setzt sie die Aufnahme eines Schülers durch, in dem sie ein großes Talent sieht. Engagiert bereitet sie Alexander auf die Zwischenprüfung vor – und vernachlässigt dabei ihren Sohn Jonas. Auch von ihrem Mann entfernt Anna sich immer mehr. Ihr Kollege Christian, mit dem sie eine Affäre hat, überredet sie in einem Quintett mitzuspielen. Bei einem gemeinsamen Konzert hält Anna dem Druck nicht stand und versagt. Sie treibt ihren Schüler Alexander zu Höchstleistungen an. Am Tag der entscheidenden Zwischenprüfung kommt es zu einem folgenschweren Unglück. "Das Vorspiel" wird im Anschluss an TIFF im Wettbewerb von San Sebastian laufen.

Alla Kovgans Dokumentarfilm "Cunningham" (DE/US/FR, Achtung Panda! media) über den gleichnamigen Ausnahmetänzer und Choreographen feiert seine Weltpremiere bei TIFF Docs. Der Film, eine 3-D Erfahrung, erweckt die legendären Choreografien von Merce Cunningham – getanzt von den letzten Mitgliedern seiner berühmten Company – noch einmal zum Leben.

Julie Delpy zeigt ihren jüngsten Film "My Zoe" (DE/FR, Amusement Park Film) als Weltpremiere in der Wettbewerbssektion TIFF Platform. In dem Drama der französischen Regisseurin versucht eine geschiedene Mutter ihre Tochter nach einer unerwarteten Tragödie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu beschützen. Die Koproduktion"Guns Akimbo" von Jason Lei Howden (DE/NZ, Pump Metal Films Germany, Maze Pictures) mit Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe in der Hauptrolle ist als Weltpremiere in der Special Presentation programmiert. Auch "Pelikanblut" (DE/BG, Junafilm) von Katrin Gebbe wird in dieser Sektion zu sehen sein. Gebbes Film eröffnet am 28. August die Sektion Orizzonti bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig.

Die Sektion Wavelengths ist "daring, visionary and autonomous voices" gewidmet. Thomas Heises vielgepriesener, assoziativer Dokumentarfilm "Heimat ist ein Raum aus Zeit" (DE/AT, ma.ja.de Filmproduktion) ist dort programmiert. In der Sektion Short Cuts läuft – nach seiner Premiere in Locarno – der Kurzfilm "Nimic" von Yorgos Lanthimos (DE/GB/US, Rekorder). "The Raft" von Sylvain Cruiziat (Maverick Film) über die jüngste Installation einer Performance Künstlerin wird dort ebenfalls als Weltpremiere gezeigt. Berlinale-Gewinnerin Angela Schanelec wird ihren Film "Ich war zuhause, aber" (DE/RS, Nachmittagfilm Angela Schanelec) in der Sektion Masters präsentieren. Dort läuft auch das Drama "A Hidden Life" (US/DE, Studio Babelsberg), eine Betrachtung des Lebens von Franz Jägerstätter, des vielfach ausgezeichneten Terrence Malick, das seine Weltpremiere in Cannes feierte.

Der deutsche Filmkritiker Frédéric Jaeger wird als Mitglied der FIPRESCI Jury mit über die internationalen Kritikerpreise in den Sektionen Discovery und Special Presentations entscheiden.

Alle deutschen Filme und Koproduktionen in Toronto 2019

Quelle: www.german-films.de