"Sabbatical", Source: farbfilm verleih, DFF, © Neue Schönhauser Filmproduktion, Michael Kotschi
Seyneb Saleh, Trystan Pütter (v.l.)

Neu im Kino: Sabbatical

Sieht man sein eigenes Leben womöglich klarer, wenn man ihm plötzlich auf Abstand begegnet? Darauf jedenfalls hofft Tara, eine Autorin mit akuter Schreibblockade, die sich mit ihrem Mann Robert und der gemeinsamen Tochter Nia bewusst eine Auszeit nimmt – ein Sabbatical, fern vom Alltag, fern von Erwartungen. Was als wohlüberlegter Rückzug zur Überwindung einer beruflichen und privaten Krise beginnt, entwickelt sich jedoch bald zu einer Konfrontation mit inneren Konflikten, verdrängten Gefühlen und der Frage, wer man eigentlich ist, wenn Rollen, Routinen und Sicherheiten wegfallen. Mit großer Zurückhaltung und einem feinen Gespür für Zwischentöne erzählt Judith Angerbauer in ihrem Film von Einsamkeit und Nähe, von Selbsttäuschung und Ehrlichkeit. Die große Stärke von "Sabbatical" liegt nicht zuletzt darin, dass Angerbauers Inszenierung auf Atmosphäre und Andeutungen vertraut, anstatt Erklärungen zu liefern, und dadurch dem Zuschauenden Raum für eigene Reflexionen lässt. Die äußere Ruhe legt dabei umso deutlicher die inneren Spannungen frei. In den Hauptrollen glänzen Seyneb Saleh und Trystan Pütter sowie die junge Newcomerin Zoë Baier, die erst kürzlich in "In die Sonne schauen" beeindruckte.

Aktuelles

Die Berlinale bietet eine vielfältige Auswahl an Gesprächen, die das öffentliche Programm begleiten, um Fachbesucher*innen, Publikum wie auch Fans breit gefächerte Möglichkeiten zu tieferen Einblicken in und Reflexionen über das Kino und das Handwerk des Filmemachens zu eröffnen. 

In der ersten FFA-Kinoförderrunde dieses Jahres wurden 45 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 1.977.168,12 Euro positiv beschieden; alle förderfähigen Anträge konnten berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung hat sich gemeinsam mit den Fraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag auf einen Investitionspakt für den Filmstandort Deutschland geeinigt. Dieser sieht eine Investitionsverpflichtung und eine verlässliche wirtschaftliche Filmförderung in Höhe von 250 Mio. Euro jährlich vor.

Einmal pro Monat präsentieren DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und epd Film in der Reihe "Was tut sich - im deutschen Film?" ein herausragendes deutschsprachiges Kinowerk mit anschließendem Werkstattgespräch. Im Februar ist die Regisseurin und Autorin Laura Laabs mit "Rote Sterne überm Feld" zu Gast.

Zur 76. Berlinale werden herausragende Filmkünstler*innen in Berlin erwartet.