"Sabbatical", Source: farbfilm verleih, DFF, © Neue Schönhauser Filmproduktion, Michael Kotschi
Seyneb Saleh, Trystan Pütter (v.l.)

Neu im Kino: Sabbatical

Sieht man sein eigenes Leben womöglich klarer, wenn man ihm plötzlich auf Abstand begegnet? Darauf jedenfalls hofft Tara, eine Autorin mit akuter Schreibblockade, die sich mit ihrem Mann Robert und der gemeinsamen Tochter Nia bewusst eine Auszeit nimmt – ein Sabbatical, fern vom Alltag, fern von Erwartungen. Was als wohlüberlegter Rückzug zur Überwindung einer beruflichen und privaten Krise beginnt, entwickelt sich jedoch bald zu einer Konfrontation mit inneren Konflikten, verdrängten Gefühlen und der Frage, wer man eigentlich ist, wenn Rollen, Routinen und Sicherheiten wegfallen. Mit großer Zurückhaltung und einem feinen Gespür für Zwischentöne erzählt Judith Angerbauer in ihrem Film von Einsamkeit und Nähe, von Selbsttäuschung und Ehrlichkeit. Die große Stärke von "Sabbatical" liegt nicht zuletzt darin, dass Angerbauers Inszenierung auf Atmosphäre und Andeutungen vertraut, anstatt Erklärungen zu liefern, und dadurch dem Zuschauenden Raum für eigene Reflexionen lässt. Die äußere Ruhe legt dabei umso deutlicher die inneren Spannungen frei. In den Hauptrollen glänzen Seyneb Saleh und Trystan Pütter sowie die junge Newcomerin Zoë Baier, die erst kürzlich in "In die Sonne schauen" beeindruckte.

Aktuelles

Die Bundesregierung hat sich gemeinsam mit den Fraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag auf einen Investitionspakt für den Filmstandort Deutschland geeinigt. Dieser sieht eine Investitionsverpflichtung und eine verlässliche wirtschaftliche Filmförderung in Höhe von 250 Mio. Euro jährlich vor.

Einmal pro Monat präsentieren DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und epd Film in der Reihe "Was tut sich - im deutschen Film?" ein herausragendes deutschsprachiges Kinowerk mit anschließendem Werkstattgespräch. Im Februar ist die Regisseurin und Autorin Laura Laabs mit "Rote Sterne überm Feld" zu Gast.

Zur 76. Berlinale werden herausragende Filmkünstler*innen in Berlin erwartet. 

Vom 24. September bis 1. Oktober 2026 präsentiert die 49. Ausgabe des LUCAS-Filmfestivals aktuelle Kinofilme aus aller Welt für junges Publikum in Frankfurt am Main und Umgebung. Für die Jurys in den Wettbewerben "Kids" und "Teens" sucht Deutschlands ältestes Filmfestival für junges Publikum auch in diesem Jahr Kinder und Jugendliche, die "Mitmischen!" wollen.

Das Sundance Film Festival endete am gestrigen 1. Februar 2026. Bereits am Freitag, 30. Januar, wurden die Award-Gewinner der Wettbewerbssektionen bekannt gegeben. Die deutsche Produktion "Shame and Money" wurde dabei mit dem Großen Preis der Jury in der Wettbewerbssektion World Cinema Dramatic Competition ausgezeichnet.