"Prosecution", Source: Plaion Pictures, DFF, © Jünglinge Film, Lotta Kilian
Julia Jentsch, Chen Emilie Yan (v.l.n.r.)

Berlinale 2026: Staatsschutz

Faraz Shariat, der bereits 2019 mit seinem mehrfach preisgekrönten, semibiografischen Spielfilmdebüt "Futur Drei" für Aufsehen sorgte, präsentiert im Panorama der derzeit stattfindenden Berlinale seinen neuesten Film "Staatsschutz". Im Zentrum steht die junge Staatsanwältin Seyo Kim, eine Juristin, die ihren Beruf als Haltung begreift: als Versuch, dem Rechtsstaat jene Schärfe zurückzugeben, die er im Umgang mit rechter Gewalt allzu oft verliert. In Ostdeutschland will sie konsequent ermitteln – und gerät nach einem Anschlag selbst in den Sog eines Apparats, der Neutralität beschwört, aber vor allem sich selbst schützt. Seyo widersetzt sich den Erwartungen ihrer Behörde und stößt bei ihren Recherchen auf strukturelle Blindstellen, Versäumnisse und jene Vertrauensbrüche, von denen Betroffene rassistischer Gewalt seit Jahren berichten. Shariat behandelt in seinem Film Geschehnisse, die nicht unmittelbar auf einem konkreten Fall beruhen, aber dennoch fester Bestandteil (nicht nur) deutscher Realität sind. Die Theaterschauspielerin Chen Emilie Yan ist hier erstmals vor der Kamera zu sehen und überzeugt laut Vorankündigung mit einer kraftvollen Darstellung der Staatsanwältin. Zugleich spricht vieles dafür, dass Faraz Shariat mit seinem neuen Werk erneut unter Beweis stellt, warum er zu den aufregendsten und mutigsten Stimmen des aktuellen deutschen Kinos zählt. Die Uraufführung von "Staatsschutz" findet am 15. Februar im Zoo Palast statt, weitere Vorführungen folgen im Festivalverlauf.

Aktuelles

Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, verlieh am Abend des 13. Februar 2026  vor rund 800 Gästen die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch an Lena Liberta für ihr Drehbuch zu dem Filmprojekt "Auf einmal drüben"

Am heutigen 12.Februar startet exklusiv in der ARD-Mediathek die 13-teilige Interview-Reihe "Mein liebster Dokumentarfilm", in der Filmschaffende wie Wim Wenders, Volker Schlöndorff, Hanna Schygulla, Fatih Akin, Sandra Maischberger, Campino und Rosa von Praunheim berichten, welcher Dokumentarfilm sie persönlich am meisten berührt.

Am 12. Februar 2026 wird im Berlinale Palast der Auftakt der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin gefeiert. Intendantin Tricia Tuttle und Jurypräsident Wim Wenders werden das Festival eröffnen. 

Fünf große internationale Projekte entstehen mit bayerischer Beteiligung: Komplizen Film, Elation Pictures und Rabbit Track Pictures produzieren die Theateradaption "Foxfinder" mit Autorin und Regisseurin Aoife McArdle. In Bayern gedreht werden auch die Serien "Hamburg Days" von W&B Television, Turbine Studio, ZDF/BBC mit Showrunner Christian Schwochow sowie die Serien-Neuverfilmung "Pope Joan" von Constantin Film unter der Regie von Katrin Gebbe.

Künstliche Intelligenz ist längst im Familienalltag angekommen: Sie begegnet Kindern und Jugendlichen in digitalen Spielen, Apps, filmischen Inhalten, Suchfunktionen und vielen digitalen Diensten. Der Safer Internet Day 2026 (SID 26) greift diese Entwicklung unter dem Motto "KI and me – in künstlicher Beziehung" auf. 

Kinostarts

DVD-Starts