Inhalt
Es geht um das, was man ein Schuldgefühl nennt, hier wegen eines Justizirrtums mit grausigen Folgen. Der schnoddrige Ex-Kommissar Fischer ist geradezu froh, dass ein alter Fall wieder auftaucht, der ihn nie losließ. Längst pensioniert, hockt er am Meer in seinem Wohnwagen und ist unzufrieden mit sich. Sitzt da jemand unschuldig seit Jahren im Knast, eine Mutter, die deshalb ihre Kinder nicht mehr erleben darf?
So, wie Fischer sich zu erinnern versucht, springt auch der Film zurück und grübelt. Die Tatwaffe von damals ist nämlich aufgetaucht, aber mit Fingerabdrücken eines anderen. Hat er also Recht gehabt mit seinem Gefühl – und war es doch ganz falsch damals diesem nicht zu vertrauen? Ist die Wahrheit, die man spürt, nicht immer die eigentliche? Hier jedenfalls ist es auch eindeutig die menschlichere. Und Fischer kann wieder viel besser schlafen. (MK)
Quelle: 20. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein
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