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Nach ihrem ersten Mayröcker-Film ("1 Häufchen Blume, 1 Häufchen Schuh", 1990) hat die Filmemacherin Carmen Tartarotti sich 15 Jahre später entschlossen, einen zweiten Film mit der Dichterin zu machen.
Eine der Voraussetzungen für das Zustandekommen des Films war die absolute Rücksichtnahme auf die Lebenssituation der Schriftstellerin und auf ihre Arbeitsrhythmen. Das machte eine andere Methodik und Vorgehensweise erforderlich, als man es von gängigen Produktionen kennt: Die fragile Zimmerarchitektur in Mayröckers Wohnung ließ den Einsatz eines normalen Kamera- und Licht-Equipments auf keinen Fall zu. Über Monate hinweg war die Regisseurin darauf bedacht, Aussagen der Dichterin zu erhalten, die keine Antworten auf Fragen darstellen, sondern Äußerungen der scheinbar selbstverständlichsten Art: unspektakulär und gerade deshalb von großer Anziehungskraft.
"Ich hab′ gedacht, es soll ein Film über das Schweigen werden. Das Schreiben und das Schweigen. Aber wie macht man das? Vielleicht ist es bei anderen Autoren so, dass sie beim Sprechen andere Sachen hervorholen aus ihrem Hirn, während ich nichts hervorholen kann. Ich mag nicht sprechen! Und auf dieser Grundlage werden wir unseren Film aufbauen. Das machen wir!" (Friederike Mayröcker)
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