Othon. Die Augen wollen sich nicht zu jeder Zeit schließen oder Vielleicht wird Rom sich eines Tages erlauben seinerseits zu wählen
Auf der Grundlage eines Dramas von Pierre Corneille drehen Straub & Huillet einen Film über Othon, der, um römischer Kaiser zu werden, seiner Braut entsagen und die Nichte des aktuellen Herrschers heiraten muss. Erzählt wird in meist statischen Anordnungen von ein, zwei, drei oder vier Menschen vor Szenerien aus dem Rom der Gegenwart samt Straßenlärm. Die Dialoge verzichten auf die üblichen Betonungen und werden zu einem Schwall, der Details ertrinken lässt und in dessen Kern sich dennoch das Thema Individuum und Gesellschaft abzeichnet. "Othon. Die Augen wollen sich nicht zu jeder Zeit schließen oder Vielleicht wird Rom sich eines Tages erlauben seinerseits zu wählen" ist ein Film der Diskrepanzen, die ästhetisch gefasst zwischen Leinwand und Zuschauer*in verhandelt werden: zwischen Sehen und Verstehen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Theater und Kino, der Politik und den Gefühlen.
Quelle: 70. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Darsteller
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
Bauten
Kostüme
Schnitt
Mischung
Darsteller
Produzent
Produktionsleitung
Uraufführung (IT): 04.01.1970, Rapallo, IFF
Titles
- Schreibvariante (IT) Les yeux ne veulent pas en tout temps se fermer ou Peut-être qu'un jour Rume se permettra de choisir à son tour
- Schreibvariante (DE) Die Augen wollen sich nicht zu jeder Zeit schließen oder Vielleicht wird Rom sich eines Tages erlauben seinerseits zu wählen
- Originaltitel (DE) Othon. Die Augen wollen sich nicht zu jeder Zeit schließen oder Vielleicht wird Rom sich eines Tages erlauben seinerseits zu wählen
- Originaltitel (IT) Othon. Les yeux ne veulent pas en tout temps se fermer ou Peut-être qu'un jour Rume se permettra de choisir à son tour
Versions
Original
Uraufführung (IT): 04.01.1970, Rapallo, IFF