Orpheus in der Unterwelt
Orpheus lebt als Geigenvirtuose und Musikprofessor in einem semi-antiken, dem Paris um 1900 nachempfundenen Theben; Eurydike, seine von ihm vernachlässigte Ehefrau, hat ein Verhältnis mit einem Schäfer. Als dieser sich als Pluto, der "Fürst der Finsternis", entpuppt und Eurydike in die Unterwelt entführt, ist Orpheus hocherfreut, hofft er doch, seine außerehelichen Eskapaden nun unbehelligt fortsetzen zu können. Doch der im Fesselballon herbeigeschwebte Jacques Offenbach überredet ihn zur Rettung der ungeliebten Gattin …
Die mit modernen Elementen "verfremdete" Verfilmung der Operette von Jacques Offenbach ließ ihr Publikum Aspekte des DDR-Alltags wiedererkennen: so eine dem Luxus frönende Gerontokratie im "Göttersitz" Olymp und eine als "liebe Kolleginnen und Kollegen" titulierte Arbeiterklasse im Hades. In der ebenso farbenfrohen wie frivolen Filmsatire von Horst Bonnet vereinigen sich Bildzitate aus Hollywood-Musicals und Pop-Insignien zu einem opulenten Gesamtkunstwerk, gefilmt im 70-mm-Format mit 6-Kanal-Magnetton auf ORWO Color! Ein Paradebeispiel dafür, was Camp bedeuten kann.
Quelle: 75. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Darsteller
- Orpheus
- Eurydike
- Jupiter
- Juno
- Pluto
- Styx
- Diana
- Venus
- Merkur
- Mars
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Drehbuch
Dramaturgie
Kamera
Standfotos
Bauten
Kostüme
Frisuren
Schnitt
Musik-Bearbeitung
Musikalische Leitung
Musik-Ausführung
Gesang
Darsteller
- Orpheus
- Eurydike
- Jupiter
- Juno
- Pluto
- Styx
- Diana
- Venus
- Merkur
- Mars
- Jacques
- Einer der Götter
- Einer der Götter
- Einer der Götter
Produktionsfirma
Produktionsleitung
Erstverleih
Uraufführung (DD): 07.02.1974, Berlin, Kosmos
Titles
- Originaltitel (DD) Orpheus in der Unterwelt
- Weiterer Titel (eng) Orpheus in the Underworld
Versions
Original
Uraufführung (DD): 07.02.1974, Berlin, Kosmos
Digitalisierte Fassung
Aufführung (DE): 15.02.2025, Berlin, IFF - Retrospektive