Inhalt
Wie Schönemann arbeitet auch Thomas Heise mit den Stilmitteln des "cinéma vérité". Ihn interessieren Unmittelbarkeit der Beobachtung und Offenheit gegenüber den Gesprächspartnern, nicht die Erwartungen von Kulturfunktionären. Mit seinem souveränen Übungsfilm verweist Heise bereits auf sein späteres filmisches Werk. Er begibt sich in das kleinkriminelle Milieu Ost-Berlins, fokussiert Lebensbereiche, die sonst vom DDR-Film ausgeblendet wurden. Der Konflikt mit der Hochschulleitung war vorprogrammiert: Sein Film wurde nie öffentlich gezeigt. Heise brach wenig später unter zunehmenden Druck das Studium ab und arbeitete danach als freiberuflicher Film-, Theater-, und Hörspielregisseur.
Quelle: Filmfestival goEast 2009
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