Inhalt
Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner aus dem Maghreb züchtet Muriel in Frankreich Pferde und betreibt eine Mandelplantage. Das Leben der souverän auftretenden Frau, die ihre Kindheit und Jugend in Algerien verbracht hat, scheint harmonisch und erfüllt. Sie bekommt Besuch von ihrem geliebten Enkel Alex, den sie großgezogen hat, nachdem seine Mutter bei einem Unfall ums Leben kam. Er ist auf dem Weg nach Kanada, wo er angeblich einen Job hat. Doch allmählich findet Muriel heraus, dass Alex andere Pläne verfolgt und ein weitaus gefährlicheres Reiseziel hat. Auch seine Jugendliebe Lila scheint tiefer darin verstrickt zu sein, als Muriel zunächst ahnt. Der junge Mann wird immer mehr zum Fremden für sie, seinen radikalen Sinnes- und Geisteswandel kann die Großmutter nicht nachvollziehen. Sie spürt, dass ihre Worte und all die Diskussionen nicht weiterhelfen, gerät in ein Dilemma zwischen Liebe und Sorge und greift zu extremen Mitteln.
Eine zunächst sehr persönliche Familiengeschichte entwickelt überraschend politische Relevanz und Aktualität. Das wirft Fragen auf, auf die es keine einfachen oder allgemeingültigen Antworten gibt, die aber gestellt werden müssen.
Quelle: 69. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
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