Credits
Regie
Drehbuch
Schnitt
Produktionsfirma
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Dramaturgie
Schnitt
Ton
Beratung
Sprecher
Produktionsfirma
Produktionsleitung
Erstverleih
Länge:
469 m, 18 min
Format:
35mm
Bild/Ton:
Orwocolor, Lichtton
Aufführung:
Aufführung (DE): 26.04.1985, Oberhausen, IFF [Kinderkino]
Titel
- Originaltitel (DD) "Komm, Trappi, komm!"
- Arbeitstitel (DD) Großtrappen
Fassungen
Original
Länge:
469 m, 18 min
Format:
35mm
Bild/Ton:
Orwocolor, Lichtton
Aufführung:
Aufführung (DE): 26.04.1985, Oberhausen, IFF [Kinderkino]
Kommentare
Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!
Jetzt anmelden oder registrieren und Kommentar schreiben.
Raps- und Getreidefelder bieten den bis zu 15 Kilo schweren Tieren, die sich bei jeder Witterung stets im Freien aufhalten, um Feinde frühzeitig erkennen zu können, Schutzräume. Da zur Brutzeit die Wiesen gemäht werden, sind die Traktoristen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften angewiesen, besonders auf die Nester der Bodenbrüter zu achten. Wird ein Gelege von den Eltern verlassen, kümmern sie sich um die Eier, wärmen sie am eigenen Körper. Auch Flugenten dienen als temporäre Leihmütter, bis das Gelege im Brutkasten der Station landet.
Die Mitarbeiter müssen die Eier täglich mehrmals wenden und befeuchten, und das auch außerhalb des Brutkastens, da auch die Hennen in der Natur etwa zur Nahrungsaufnahme das Nest kurzzeitig verlassen. Nach dem Schlüpfen der Küken müssen diese über einen längeren Zeitpunkt mühsam mit der Pipette gefüttert werden im Gegensatz zu Enten- und Hühnerküken, die instinktmäßig sofort trinken und picken können. Die jungen Trappen werden in größeren Ställen gehalten, wobei Wärmelampen und Futtertröge so weit wie möglich voneinander entfernt positioniert sind: sie müssen lernen, sich ständig zu bewegen.
Ziel ist ihre Auswilderung. „Komm, Trappi, komm!“ schallt es immer wieder bei der Überführung der Vögel von der Zuchtstation in ein geräumiges Gehege mitten in der Landschaft. Dort lernen sie, die enge Bindung an die wie Eltern wahrgenommenen Tierpfleger zu verlieren und sich nach und nach in der freien Natur Brandenburgs zurechtzufinden.
Die Kameraleute Jürgen Partzsch, Karl-Heinz Halle und Siegfried Bergmann verfolgen sie, gut getarnt und in entsprechender Entfernung, auf ihrem weiteren Weg. Es ist Letzterem, wie Heiderose Häsler im „naturmagazin“ (1/2022) schreibt, als erstem gelungen, „den sich rasant steigernden Herzschlag des Trapphahnes bei der Balz einzufangen“.
Der Lehrfilm der KAG Information des Defa-Studios für Dokumentarfilm für allgemeinbildende Schulen ist beim 4. Nationalen Festival für Kinderfilme der DDR in Kino und Fernsehen um den „Goldenen Spatz“ im Februar 1985 in Gera uraufgeführt und im Bereich „Dokumentarfilm/ Fernsehpublizistik“ mit dem Preis der Jury des jungen Publikums ausgezeichnet worden.
Pitt Herrmann