Am 11. Oktober wurde in Köln der 10. Deutsche Fernsehpreis vergeben. Zwischen zahlreichen glücklichen Gewinnern sorgte ein grantiger Marcel Reich-Ranicki für einen kleinen Eklat.
Im Lauf der Jahre hat sich der Deutsche Fernsehpreis, der gemeinsam von ARD, ZDF, Sat1 und RTL ins Leben gerufen wurde, zu einer der wichtigsten Auszeichnungen der deutschen TV-Landschaft entwickelt.
Eine neunköpfige Jury, zu der in diesem Jahr unter anderem Sophie von Kessel und Barbara Schöneberger gehörten, vergibt Preise in insgesamt 22 Kategorien.
Als Bester Fernsehfilm wurde das hoch gelobte Drama "Contergan" (ARD) ausgezeichnet. Der Preis für die beste Regie ging an Connie Walther für das Drama "12 heißt: Ich liebe dich" (ARD) .
Beste Schauspielerin wurde Veronica Ferres für ihre Leistung in "Die Frau vom Checkpoint Charlie" (ARD). Mit dem Darstellerpreis ehrte die Jury Misel Maticevic für seine Darstellungen in "Die dunkle Seite" (RTL), "Das Gelübde" (WDR) und "Die Todesautomatik" (ZDF).
Für einen erfrischenden Eklat sorgte der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet werden sollte.
Er lehnte die Ehrung ab und erklärte: "Ich finde es schlimm, was wir uns über Stunden hier ansehen mussten." Die mit dem Fernsehpreis ausgezeichneten Sendungen, darunter Comedy-Serien und sogar Reality-Sendungen, nannte er "Blödsinn".
Weitere Infos unter
www.deutscherfernsehpreis.de