Der unsichtbare Zoo
Auf dem Gelände des Zoos Zürich verwandeln Arbeiter den braunen Boden in eine Savannenlandschaft mit Baobabs aus Beton als Futteranlage und Lagerraum. Eine "Szenografie der Wildnis" entsteht hier, wie Kunsthistorikerin Christina Katharina May diese mit Sinn fürs Detail gestaltete Tieranlage nennt, eine Kombination aus reduzierter Architektur und naturnahem Erscheinungsbild – zentraler Baustein im Bemühen des Zoos, sich unsichtbar zu machen.
Über die Jahreszeiten hinweg erzählt Romuald Karmakars Film vom Leben und der Arbeit eines der führenden zoologischen Gärten Europas. Gezeigt wird der Aufwand, der der Illusion von Unsichtbarkeit vorausgeht, sowie der logistische Apparat, der den Tiergarten am Laufen hält. Gezeigt werden auch die Tiere, die als Attraktion herhalten. Durch die Sichtbarmachung eines komplexen Netzwerkes von ökonomischen und ethischen Fragen, die den Zoo formen, dessen also, was in der Tat meist unsichtbar bleibt, weitet dieser dreistündige Zoo-Film das Gezeigte zur Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Tier aus: als Spiegelung und "momentane imaginäre Beziehung" (Sabine Nessel). Das Porträt einer Institution – der Moderne, der Gegenwart.
Quelle: 74. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
Regie
Drehbuch
Schnitt
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Übersetzung
Kamera-Assistenz
Farbkorrektur
Schnitt
Schnitt-Assistenz
Ton
Ton-Bearbeitung
Mischung
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
in Zusammenarbeit mit
Produzent
Co-Produzent
Redaktion
Herstellungsleitung
Produktionsleitung
Pre-Production
Dreharbeiten
- Zürich
Uraufführung (DE): 19.02.2024, Berlin, IFF - Forum
Titles
- Arbeitstitel (DE) Zoo Berlin
- Originaltitel (DE) Der unsichtbare Zoo
- Weiterer Titel (eng) The Invisible Zoo
Versions
Original
Uraufführung (DE): 19.02.2024, Berlin, IFF - Forum
Awards
- Preis der deutschen Filmkritik, Bester Dokumentarfilm