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Screenplay
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Director of photography
Colour grading
Titles / Opticals
Editing
Music editor
Producer
Original distributor
Shoot
- From 2022
Duration:
134 min
Format:
DCP
Video/Audio:
Farbe, Ton
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung (DE): 19.11.2024, 263478, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei
Screening:
Aufführung (DE): 01.12.2024, Wiesbaden, Caligari Filmbühne;
Kinostart (DE): 27.02.2025
Titles
- Originaltitel (DE) Auf Umwegen
Versions
Original
Duration:
134 min
Format:
DCP
Video/Audio:
Farbe, Ton
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung (DE): 19.11.2024, 263478, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei
Screening:
Aufführung (DE): 01.12.2024, Wiesbaden, Caligari Filmbühne;
Kinostart (DE): 27.02.2025
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Der Kaukasus – Tage voller Überraschungen. Für eine vierköpfige Familie ist es nicht leicht, Mitfahrgelegenheiten zu finden. Immer wieder sind es LKW-Fahrer, die ihre Kojen zur Verfügung stellen. „Man kommt als Fremde und geht als Freund“: Die Gastfreundschaft ist überwältigend, die beiden Kinder naturgemäß Türöffner – und die Übersetzungs-App auf dem Handy überwindet Sprachprobleme. In Georgiens Hauptstadt Tiflis treffen sie Gregor, der sie im altersschwachen Lada auf abenteuerlichen Pisten bis an die iranische Grenze bringt.
Iran – Wer nichts erwartet, wird überrascht. Dass das wahre Leben der Menschen mit dem in unseren Medien verbreiteten Vorurteilen wenig zu tun hat, lernen die Deutschen, die überall mit großer Herzlichkeit aufgenommen werden, rasch. Die Politik des islamistischen Mullah-Regimes spielt nur in der stark kontrollierten Öffentlichkeit eine Rolle. Überall verstehen sich die Kinder auf Anhieb und mit ihnen bald auch die Erwachsenen. In der Wüstenstadt Varzaneh erfährt die schwangere Salima, dass es wieder ein Mädchen wird. „Es ist schade um die Speise, die allein gegessen wird“: Die Gastfreundschaft wird stets mit üppigen Gelagen untermauert.
Ursprünglich hatten die beiden Filmemacher vor, nur einen Monat im Iran zu bleiben. Doch die unglaubliche Schönheit der Landschaft und die Herzlichkeit der Menschen haben sie so fasziniert, dass daraus schließlich drei Monate wurden. Timo Götz: „Der Iran ist eines der beeindruckendsten Länder, die wir je bereist haben. Die Menschen dort sind offen, hilfsbereit und unglaublich gastfreundlich – ein riesiger Kontrast zu dem Bild, das die Politik vermittelt.“
Indien – Es sind die Begegnungen, die zählen, nicht die Hindernisse. Da nach einem Unwetter in Pakistan weite Teile des Landes überschwemmt sind, geht es mit dem Schiff nach Dubai und von dort mit dem Flugzeug nach Mumbai. In der lärmenden Millionenstadt finden sie Ruhe nur in der Galtaji-Tempelanlage von Jaipur, sodass sie mit dem Bus aufs Land fahren und der Gastfamilie zwei Wochen bei der Ernte helfen. Das Kind soll mit Hilfe einer deutschen Hebamme im südindischen Goa zur Welt gebracht werden: 2.000 Kilometer mit dem Bus in drei Tagen bedeuten für Salima eine grenzwertige Stresstour. Als Enya ohne Komplikationen geboren wird, kommen Salimas Eltern zu Besuch.
Weil die indische Bürokratie Monate für die notwendigen Papiere braucht, wird für die nun fünfköpfige Familie ein gebrauchter Suzuki Mini-Van gekauft, in dem es zum phantastischen Fest des Lichts und der Farben zurück nach Jaipur geht. In dem Wagen soll die Reise bis nach Deutschland fortgesetzt werden. Doch daraus wird nichts, weil die indischen Behörden der nach Dehli zitierten Familie Leihmutterschaft vorwerfen, da die Geburt Enyas nicht in einem Krankenhaus stattfand. Zehn Monate werden die Deutschen festgehalten, kämpfen vergeblich um die Ausreise. Bis sie kurzentschlossen zur nepalesischen Grenze fahren und diese ohne Kontrollen passieren – allerdings auch ohne Auto, das mit Kupplungsschaden 800 Kilometer vor der Grenze liegenblieb.
Nepal – Es kommt anders als man plant. In der Hauptstadt Kathmandu erholt sich die Familie vom zermürbenden Stress in Indien. Mit dem Flugzeug geht’s weiter nach Kasachstan und von Almaty mit dem Zug zur russischen Grenze. Wieder herzliche Aufnahme in der georgischen Familie, dann von Batumi aus drei Tage über das Schwarze Meer nach Bulgarien.
Europa – Wenn der Körper schneller ist als der Geist. Von Warna aus 2.000 Kilometer mit dem Bus nach Deutschland. Als sie am 16. Dezember 2023 wieder daheim sind, hat die Familie 21.000 Kilometer per Bus, Zug, per Anhalter, in einem in Indien gekauften Auto, per Schiff und Flugzeug zurückgelegt – durch 14 Länder. Ihr Roadtrip hat sie durch atemberaubende Landschaften und zu unvergesslichen Begegnungen mit Menschen geführt, deren Gastfreundschaft nicht nur ihre Reise, sondern ihr künftiges Leben bereichert hat, indem es, gerade bezüglich des Iran, Vorurteile pulverisierte: „Es ist die Liebe, die den Unterschied macht.“
Die sehr persönliche, vor allem authentische semi-professionelle Dokumentation „Auf Umwegen“ ist rund um den Kinostart von einer Kinotour der beiden Filmemacher quer durch die Republik begleitet worden.
Pitt Herrmann