Rosalie Thomass

Rosalie Thomass

Darstellerin
*14.08.1987 München

Biografie

Rosalie Thomass, geboren am 14. August 1987, konnte bereits während der Schulzeit erste Bühnenerfahrungen sammeln. So war sie nicht nur Mitglied einer Rockband, sondern trat 1995 auch erstmals am Münchner Volkstheater auf. Im Jahr 2001 wurde sie Mitglied der Jugendtheatergruppe der Münchner Kammerspiele; zur gleichen Zeit begann sie, professionellen Schauspielunterricht zu nehmen.

Nach ersten Nebenrollen in Fernsehfilmen gelang ihr sehr schnell der Durchbruch mit der weiblichen Hauptrolle in dem TV-Krimi "Polizeiruf 110 – Er sollte tot". Unter der Regie von Dominik Graf verkörpert Thomass darin eine psychisch labile Prostituierte, die in einen Mordfall verwickelt wird – eine Leistung, die ihr den Förderpreis Deutscher Film, einen Grimme-Preis, einen Bayerischen Fernsehpreis sowie einen Deutschen Fernsehpreis einbrachte.

In Marcus H. Rosenmüllers "Coming-of-Age"-Geschichte "Beste Zeit" gab Thomass im Sommer 2007 ihr Kinodebüt. Auch in der Fortsetzung dieses Films, "Beste Gegend", übernahm sie eine Hauptrolle. Ihre dritte Rolle (wenn auch eine sehr kleine) unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller spielte sie in "Räuber Kneißl". Ende 2008 war Rosalie Thomass in Max Färberböcks Bestseller-Verfilmung "Anonyma – Eine Frau in Berlin" an der Seite von Nina Hoss und August Diehl zu sehen.

Beim Cairo Film Festival 2008 feierte "Bergfest" (Regie: Florian Eichinger) Premiere, in dem Thomass die jugendlichen Freundin eines alternden Theaterregisseurs spielte. Das kammerspielartige Drama wurde auf mehreren internationalen Festivals preisgekrönt und startete 2010 in den deutschen Kinos. In der Zwischenzeit sah man Thomass in einer Reihe ambitionierter Fernsehspiele: In der Helmut-Kohl-Filmbiografie "Der Mann aus der Pfalz" (2009) verkörperte sie die junge Hannelore Kohl, in der Bestsellerverfilmung "Neue Vahr Süd" (2010) spielte sie eine Studentin und Affäre des Protagonisten Frank Lehmann, in dem Krimi "Kreutzer kommt" (2010) wurde sie als Assistentin des von Christoph Maria Herbst gespielten Kommissars besetzt. Für ihre Hauptrolle in "Die letzten 30 Jahre" (2010, TV), einer Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Studentenbewegung der Siebzigerjahre bis in die Gegenwart, erhielt Thomass Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis und für den Bayerischen Fernsehpreis. In Matti Geschonnecks TV-Drama "Tod einer Polizistin" (2012) verkörperte sie an der Seite von Götz George und Jürgen Vogel eine junge Polizistin, die an der Täterschaft eines vermeintlichen Polizistenmörders zu zweifeln beginnt.

Auf der Kinoleinwand sah man Thomass in der Erfolgskomödie "Eine ganz heiße Nummer" (2011) als Betreiberin eines dörflichen Gemischtwarenladens, die aus Existenznot mit zwei Freundinnen eine Sex-Hotline eröffnet. In dem eigenwilligen "Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel" (2012), über eine chaotisch verlaufende Verfilmung der Kleist-Novelle "Michael Kohlhaas", spielte sie die Darstellerin der Kohlhaas-Ehefrau Lisbeth. Unter der Regie von André Erkau hatte Thomass in der Tragikomödie "Das Leben ist nichts für Feiglinge" (2012) eine kleine, aber wichtige Rolle als Altenpflegerin, die gemeinsam mit einer Seniorin deren ausgebüchster Enkelin nachreist. Es folgten eine kleinere Nebenrolle in der Mark-Twain-Verfilmung "Die Abenteuer des Huck Finn" (2012) sowie Hauptrollen in dem TV-Krimi "Kreutzer kommt ... ins Krankenhaus" (2014) und, als Kinderpsychologin, in dem Fernsehspiel "Weiter als der Ozean" (2014).

Im Sommer 2014 startete dann "Beste Chance" in den Kinos, nach "Beste Zeit" und Beste Gegend" der Abschluss von Marcus H. Rosenmüllers Trilogie über zwei Freundinnen aus der bayerischen Provinz. Thomass spielt darin erneut die Rolle der temperamentvollen Jo.

In dem auf mehreren Zeitebenen spielenden Kriminaldrama "Die Frau aus dem Moor" (2014, TV) sah man sie als emanzipierte Bäuerin im 19. Jahrhundert; in Matti Geschonnecks Historiendrama "Das Zeugenhaus" (2014, TV) verkörperte sie eine Zeugin bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, deren Mann selbst zu den Angeklagten zählt.

Eine Kinohauptrolle spielte Thomass in der Tragikomödie "Taxi" (2015), als junge Taxifahrerin, die während ihrer Touren mit allerlei eigentümlichen Fahrgästen konfrontiert wird. Ebenfalls 2015 übernahm sie in Doris Dörries "Grüße aus Fukushima" (Start: 2016) die Hauptrolle einer jungen Frau in der Existenzkrise, die sich einem Hilfsprojekt im japanischen Fukushima anschließt.

Filmografie

2017 Kleptomami
Darsteller
 
2015/2016 Die letzte Sau
Darsteller
 
2015/2016 Eine unerhörte Frau
Darsteller
 
2015/2016 Grüße aus Fukushima
Darsteller
 
2015/2016 Personenschaden
Darsteller
 
2014/2015 Taxi
Darsteller
 
2014/2015 Highway To Hellas
Darsteller
 
2014 Das Zeugenhaus
Darsteller
 
2014 Eine ganz heiße Nummer - Alle nackert
Darsteller
 
2013/2014 Beste Chance
Darsteller
 
2013/2014 Die Frau aus dem Moor
Darsteller
 
2012/2013 Wildwechsel
Darsteller
 
2012 Tod einer Polizistin
Darsteller
 
2011/2012 Das Leben ist nichts für Feiglinge
Darsteller
 
2011/2012 Die Abenteuer des Huck Finn
Darsteller
 
2011/2012 Kohlhaas oder Die Verhältnismässigkeit der Mittel
Darsteller
 
2011/2012 Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers
Darsteller
 
2011 Jetzt aber Ballett
Darsteller
 
2011 Mutter muss weg
Darsteller
 
2010/2011 Eine ganz heiße Nummer
Darsteller
 
2010/2011 Monika
Darsteller
 
2010/2011 Das Heimweh der Feldforscher
Darsteller
 
2010 Neue Vahr Süd
Darsteller
 
2010 Laufen und Schießen
Darsteller
 
2009/2010 Die letzten 30 Jahre
Darsteller
 
2009/2010 Lebendkontrolle
Darsteller
 
2009 Tempelräuber
Darsteller
 
2008 Das Mädchen mit den gelben Strümpfen
Darsteller
 
2008 Herz aus Eis
Darsteller
 
2008 Bergfest
Darsteller
 
2007/2008 Anonyma - Eine Frau in Berlin
Darsteller
 
2007/2008 Einer bleibt sitzen
Darsteller
 
2007/2008 Räuber Kneißl
Darsteller
 
2007/2008 Beste Gegend
Darsteller
 
2006/2007 Beste Zeit
Darsteller
 
2005/2006 Er sollte tot ...
Darsteller
 
2005/2006 Leo
Darsteller
 
2005 Gefühlte Temperatur
Darsteller
 

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