Marita Neher

Marita Neher

Regie, Drehbuch, Kamera, Produzent

Biografie

Marita Neher studierte 1985/86 Videokunst an der Hochschule für Visuelle Kommunikation in Kassel, wo sie erste eigene Videos realisierte. 1987 zog sie nach Berlin, gründete eine Videogruppe und drehte weitere Videoarbeiten, die zwischen Dokumentation und Videokunst changierten. Daneben engagierte sie sich in politischer Filmarbeit mit Kreuzberger Jugendlichen im Jugendfilmstudio Naunynstrasse.

1988/89 studierte sie Wirtschafts- und Gesellschaftskommunikation an der Hochschule der Künste (HdK) Berlin und Regie bei Elfi Mikesch an der Hochschule für Bildende Kunst Hamburg. Während dieser Zeit war sie in verschiedenen Funktionen an Studentenproduktionen beteiligt und realisierte mehrere eigene Hochschulfilme.

Nach Mitarbeiten bei mehreren TV-Filmen von Bernd Schadewald (u.a. "Kinder des Satans", 1995) und verschiedenen Fernsehsendungen (u.a. bei "Liebe Sünde" und dem Jugendmagazin "Moskito") gründete Marita Neher 1995 die Produktionsfirma TVision (heute: Marita Neher Filmproduktion). Mit dieser realisierte sie eine Vielzahl an mittellangen Dokumentationen für ZDF/Arte. So etwa "Kaffee - Von Bauern und Baronen" (2005), "Die Pornografinnen" (2006), "Amokläufer im Visier" (2007), "Freiheit oder Sicherheit? Der Anti-Terrorkampf und seine Folgen." (2011) und "Bin ich sexy?" (2014).

Ihren ersten Spielfilm inszenierte Marita Neher gemeinsam mit Tatjana Turanskyj: "Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen" (2016) erzählt von einer Journalistin, die in Nordgriechenland über einen neuen "Sicherheitszaun" recherchiert, der den Zustrom weiterer Flüchtlinge verhindern soll. Dabei lernt sie eine Aktivistin kennen, die ihre Haltung und ihr Weltbild nachhaltig in Frage stellt. Der Film feierte im Rahmen der Berlinale 2016 in der "Woche der Kritik" Premiere und startete im März 2017 in den Kinos.

Filmografie

2014-2016 Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen
Regie, Drehbuch, Kamera, Co-Produzent
 

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