Andrew Bird

Andrew Bird

Weitere Namen: Andrew D. Bird (Weiterer Name)
Darsteller, Regie-Assistenz, Schnitt
*12.1956 London, England, Großbritannien

Biografie

Andrew Bird, geboren 1957 in London, lebt seit Mitte der siebziger Jahre in Hamburg, wo er als freier Editor und Übersetzer tätig ist. Seine erste Arbeit als Schnittmeister ist der dokumentarische Film-Essay "El Condor no pasa" (1993) von Ralph Schwingel, dem Mitbegründer der Produktionsfirma "Wüste Film". Mitte der neunziger Jahre lernt Bird den jungen Regisseur Fatih Akin kennen, der ihn für den Schnitt seiner ersten Kurzfilme engagiert – der Beginn einer bis heute währenden, überaus fruchtbaren Zusammenarbeit: Bird zeichnet seither für den Schnitt sämtlicher Filme Akins verantwortlich. Für seine Arbeit an "Gegen die Wand" (2004) erhält er den Film+-Award, für "Auf der anderen Seite" (2007) wird er mit dem Preis der deutschen Filmkritik, dem Schnitt-Preis des Antalya Filmfestivals sowie dem Deutschen Filmpreis 2008 ausgezeichnet.

Neben Akin hat Bird mit Regisseuren wie Sebastian Schipper ("Absolute Giganten", 1999) und Monika Treut ("Kriegerin des Lichts", 2001) gearbeitet. Sein Talent, parallel laufende Erzählstränge miteinander zu verweben, kommt nach "Im Juli" und "Auf der anderen Seite" auch in Uli Gaulkes "Leinwandfieber – Comrades in Dreams" (2006) zum Tragen: der Dokumentarfilm porträtiert vier Kinomacher aus allen Teilen der Welt.

Für Julie Delpy übernimmt er den Schnitt bei dem international koproduzierten Historienfilm "Die Gräfin" (2009). Mit Miranda July als Regisseurin zeichnet er bei dem gleichermaßen absurd-tragikomischen und existentialistisch-philosophischen Beziehungsfilm "The Future" (DE/US 2011) als Editor verantwortlich. Bettina Oberli verpflichtet ihn für ihre tragikomische Mutter-Sohn-Geschichte "Lovely Louise" (CH/DE 2013).

Neben diesen und weiteren Filmen bleibt Bird weiterhin der Stamm-Editor von Fatih Akin. Gemeinsam drehen die beiden die Hamburger Kiezkomödie "Soul Kitchen" (2009), den Dokumentarfilm "Müll im Garten Eden" (2012), das Historiendrama "The Cut" (2014), das jugendliche Roadmovie "Tschick" (2016) und das Großstadtdrama "Aus dem Nichts" (2017). Für "Tschick" erhält Bird 2017 eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis.

Filmografie

2016/2017 Aus dem Nichts
Schnitt
 
2015/2016 Tschick
Schnitt
 
2014/2015 Snapshot Mon Amour
Sprecher
 
2014-2017 Die Legende vom hässlichen König
Schnitt
 
2014-2016 Remainder
Schnitt
 
2013/2014 The Cut
Schnitt
 
2012/2013 Lovely Louise
Schnitt
 
2012 Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand
Schnitt
 
2010/2011 The Future
Schnitt
 
2009 Terminal
Schnitt
 
2009 She, a Chinese
Schnitt
 
2008/2009 Soul Kitchen
Schnitt
 
2008/2009 Deutschland '09 - 13 kurze Filme zur Lage der Nation
Schnitt
 
2008/2009 Die Gräfin
Schnitt
 
2007/2008 Liebe und andere Verbrechen
Schnitt
 
2007-2012 Müll im Garten Eden
Schnitt
 
2006/2007 Auf der anderen Seite
Schnitt
 
2006 Comrades in Dreams - Leinwandfieber
Schnitt
 
2006 Takva - Gottesfurcht
Schnitt
 
2005/2006 Motodrom
Schnitt
 
2004/2005 Die Finsternis
Schnitt
 
2004/2005 Crossing the Bridge. The Sound of Istanbul
Schnitt
 
2003/2004 Gegen die Wand
Schnitt
 
2002/2003 Cowboys & Angels
Schnitt
 
2001/2002 Solino
Schnitt
 
2001-2003 Adam & Eva
Schnitt
 
2001 Die Liebenden vom Hotel von Osman
Schnitt
 
2000/2001 Ein göttlicher Job
Dialog-Regie
 
2000/2001 Kriegerin des Lichts
Schnitt
 
2000 Wir haben vergessen zurückzukehren
Schnitt
 
1999/2000 Im Juli
Schnitt
 
1998/1999 Absolute Giganten
Schnitt
 
1997/1998 Kurz und schmerzlos
Schnitt
 
1997 Back in Trouble
Schnitt
 
1996/1997 Getürkt
Schnitt
 
1996/1997 Die Salzmänner von Tibet
Ton-Schnitt
 
1996 Immer geradeaus
Schnitt
 
1995 Sensin - Du bist es!
Schnitt
 
1991/1992 Schattenboxer
Script, Schnitt-Assistenz
 
1991 Gefahren der Sehnsucht
Regie-Assistenz
 

Übersicht

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