Deutsches Filminstitut trauert um Hans Strobel

04.01.2017 | 09:39 Uhr

Deutsches Filminstitut trauert um Hans Strobel

Das Deutsche Filminstitut trauert um Hans Strobel, der am 24. Dezember verstorben ist.

Der Filmkritiker, Herausgeber, Dozent, Programmmacher und Festivalleiter Hans Strobel gilt als Wegbereiter des modernen Kinderkinos. Gemeinsam mit seiner Frau Christel gründete er 1979 im Forum 2 des Münchner Olympiadorfs den "Kinderkino München e.V.", Vorbild für eine Vielzahl von Kinderkino-Initiativen und Programmkinos. Das Münchner Kinderkino machte ein Programm mit Kinderfilmen aus der ganzen Welt und zeigte, dass es im Ausland eine Kultur für den Kinderfilm gab. 1980 riefen Hans und Christel Strobel in München die Kinder- und Jugendfilmkorrespondenz ins Leben, der bis zu ihrer Einstellung Ende 2016 einzigen deutschsprachigen Fachzeitschrift zum Thema. Als eigenständige Sektion des Filmfest München  gründeten die Strobels 1983 das Kinderfilmfestival München, das sie bis 2004 leiteten. Es entstanden erfolgreiche internationale und aktuelle Festivalprogramme, oft begleitet von filmhistorischen Retrospektiven und Veranstaltungen. Darüber hinaus arbeitete Hans Strobel am Institut Jugend Film Fernsehen und als Dozent an der Katholischen Fachhochschule für Pädagogik.

Am 24. Dezember 2016 ist Hans Strobel in München kurz vor seinem 79. Geburtstag überraschend gestorben. In den vergangenen Jahren hatte er an Parkinson gelitten, sein Tod kam viel zu früh.

Mit Hans Strobel hat das Deutsche Filminstitut einen Weggefährten und Freund verloren. Er war ein langjähriger und geschätzter Besucher des vom Deutschen Filminstitut veranstalteten Frankfurter Kinder- und Jugendfilmfestivals LUCAS. Seine Passion für den qualitativen Kinderfilm und sein Enthusiasmus in der Vermittlungsarbeit ließen ihn zu einer der wichtigsten und meistbeachteten Stimmen im Kinder- und Jugendfilmdiskurs werden. Hans Strobel war ein leidenschaftlicher Kinogänger, der sich immer wieder für gut erzählte und gut dargestellte Filmgeschichten begeisterte. Seine Freundlichkeit und seinen Humor werden wir nicht vergessen. Seine filmhistorische Kompetenz und seine Fähigkeit, Zusammenhänge deutlich zu machen und Inhalte anschaulich darzustellen, werden empfindlich fehlen.

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