Bernhard-Wicki-Filmpreis für Maximilian Schell

01.07.2011 | 17:49 Uhr

Bernhard-Wicki-Filmpreis für Maximilian Schell



Bei der Verleihung des diesjährigen Bernhard-Wicki-Filmpreis wurde gestern Abend der Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die weiteren Preisträger sind Susanne Bier, Yasemin Samdereli, Maggie Peren und Marcus Vetter.


Die 10. Preisverleihung des Bernhard-Wicki-Filmpreis fand im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN statt. Der Ehrenpreis wurde im Jubiläumsjahr zum ersten Mal vergeben und ist undotiert. Die Laudatio hielt der englische Schauspieler John Moulder Brown, der in Schells erster Regiearbeit, der Turgenew-Verfilmung "First Love" (1970), die Hauptrolle übernommen hatte.

Der mit 15.000 Euro dotierte Hauptpreis für den besten Film ging an die dänische Regisseurin Susanne Bier für ihren Film "In einer besseren Welt", der u.a. schon mit dem Auslandsoscar ausgezeichnet worden ist. In der Begründung der Jury heißt es: "Mit diesem meisterlichen Werk, erzählt in elegant verwobenen, packenden Geschichten und faszinierenden Bildern, getragen von einem herausragenden Schauspielerensemble, ist der dänischen Regisseurin Susanne Bier Großes gelungen".

Der 2010 erstmals ausgelobte Nachwuchspreis wurde in diesem Jahr gleich doppelt verliehen: Yasemin Samdereli erhielt die Auszeichnung für ihre äußerst erfolgreiche Multi-Kultir-Komödie "Almanya – Willkommen in Deutschland". Laudator war Philip Koch, der 2010 mit dem Nachwuchspreis für sein Debut "Picco" geehrt worden war.

Mit dem zweiten Nachwuchspreis wurde Maggie Peren für "Die Farbe des Ozeans" ausgezeichnet. Die Jury lobte das in seiner Thematik hochaktuelle Drama über einen afrikanischen Flüchtling als einen Film, "den man in seiner Humanität und Radikalität einen Herausragenden nennen darf". Beide Preisträgerinnen erhalten ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Zum zehnjährigen Jubiläum wurde erstmals ein undotierter Sonderpreis vergeben: Dr.Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, ehrte das Projekt "Cinema Jenin", eine Initiative des deutschen Filmemachers Marcus Vetter. Bei den Dreharbeiten zu seinem Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin" hatte Vetter den Verein Cinema Jenin gegründet, um ein seit 1987 geschlossene Kino in Jenin wieder aufzubauen und damit zu einer besseren Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern beizutragen. Das Kino wurde im August 2010 eröffnet.

Die Jurymitglieder des Bernhard-Wicki-Filmpreises 2011 waren Dr. Paula Ewert, Rosilyn Heller, Dr. Carolin Kerschbaumer, Marco Kreuzpaintner, Gabriele Pfennigsdorf, Adrian Prechtel, Fritz Pressmar, Marc Rothemund, Dr. Heinz Ungureit und Elisabeth Wicki-Endriss. Der "Bernhard-Wicki-Filmpreis – Die Brücke – Der Friedenspreis des Deutschen Films" wurde zur Erinnerung an den österreichischen Regisseur Bernhard Wicki gestiftet. Seit 2001 wird er alljährlich für herausragende filmische Leistungen vergeben.

Quelle und weitere Informationen:
www.bernhardwickigedaechtnisfonds.de und
www.filmfest-muenchen.de