Auftakt für das FILMFEST MÜNCHEN

22.06.2011 | 13:20 Uhr

Auftakt für das FILMFEST MÜNCHEN



Am 24. Juni startet das größte Sommerfilmfest Deutschlands in die 29. Runde mit Filmen aus 52 Ländern, internationaler Prominenz und mehr als 200 Premieren.


Das Festivalprogramm bietet bis zum 2. Juli 237 Filme aus aller Welt, die meisten als deutsche Erstaufführungen. Ihre Deutschland-Premiere feiern in München auch die neuen Werke bekannter Regisseure wie Jean-Luc Godard oder Martin Scorsese. Die Belgier Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne präsentieren zur Eröffnung des Festivals ihren in Cannes ausgezeichneten Film "Der Junge mit dem Fahrrad". Der Abschlussfilm ist Aki Kaurismäkis Tragikomödie "Le Havre".

Auch Weltstars wie Charlotte Rampling, John Malkovich und Hollywood-Legende Roger Corman haben ihr Kommen angekündigt. Die britische Schauspielerin Rampling wird zur Deutschland-Premiere des Films "The Look - Charlotte Rampling" erscheinen, der amerikanische Schauspieler Malkovich wird den Ehrenpreis des FILMFEST MÜNCHEN entgegen nehmen. Er ist einer der beiden Preisträger des CineMerit Awards 2011. Auch der georgische Regisseur Otar Iosseliani wird für seine Verdienste um die Filmkunst mit dem CineMerit Award ausgezeichnet. Ein weiterer internationaler Star, der in München einen Ehrenpreis erhalten wird, ist Maximilian Schell. Er wird auf dem Filmfest mit dem Bernhard-Wicki-Filmpreis - Die Brücke geehrt.

Ein Special ist in diesem Jahr der jungen Generation von schwedischen Filmemachern gewidmet. Bei den Filmen junger Regisseure aus aller Welt liegt der Fokus auf dem Thema "Kinder in der heutigen Gesellschaft", das sich durch alle Genres und Formate zieht. So auch in der deutschen TV-Produktion "Homevideo", dem amerikanischen Film "Trust" oder "Michael", dem Regiedebüt des Österreichers Markus Schleinzer.

Starke Frauenfiguren stehen im Mittelpunkt der Reihe Neue Deutsche Kinofilme, die die aktuellsten Werke des deutschen Filmnachwuchses als Weltpremieren zeigt. Neben "Anna Pavlova lebt in Berlin" und "Kriegerin" ist in dieser Reihe auch der Endzeit-Thriller "Hell" mit Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Stipe Erceg und Angela Winkler zu sehen.

Auch bei den American Independents dreht sich in diesem Jahr alles um Frauen vor und hinter der Kamera, etwa in "Blue Valentine" und "Meek"s Cutoff". In der Reihe Nouveau Cinéma Français sind Filme wie "Socialism" und "Impardonables" zu sehen. Die Visiones Latinas zeigen unter anderem in Filmen wie "Porfirio" und "El Velador" die andere Seite von Gewalt und Drogenkriegen in Lateinamerika. Die Reihe Fokus Fernost bietet ein Best of der brandaktuellen Filme aus Japan, Korea und China mit "Confessions", "Aftershock" und "Naokos Lächeln" von Tran Anh Hung.
46 Kandidaten konkurrieren dieses Jahr um den Förderpreis Deutscher Film, einen der wichtigsten und höchstdotierten Nachwuchspreise in Deutschland. Bei dem von HypoVereinsbank, Bavaria Film und Bayerischem Rundfunk gestifteten Förderpreis Deutscher Film sind insgesamt 60.000 Euro zu gewinnen. Auszeichnungen gibt es für die beste Regie, das beste Drehbuch, die beste Produktion sowie die besten Leistungen als Schauspielerin und Schauspieler. Die Förderpreis-Jury besteht dieses Jahr aus der Schauspielerin Sibel Kekilli, der Produzentin Ewa Karlström und dem Regisseur Hans Steinbichler.

Auch der mit 30.000 Euro dotierte ARRI-Preis für den besten ausländischen Film wird dieses Jahr auf dem FILMFEST MÜNCHEN zum vierten Mal verliehen. 16 Filme von namhaften Regisseuren sind für den von ARRI gestifteten Preis nominiert, darunter Aki Kaurismäkis neuestes Werk "Le Havre" und Raoúl Ruiz" Epos "Mysteries Of Lisbon". Die Entscheidung über den Gewinnerfilm trifft eine international besetzte Jury. Die Juroren sind in diesem Jahr die künstlerische Leiterin des russischen Filmfestivals in Sotschi, Sitora Alieva, der Regisseur und Produzent Lisandro Alonso aus Argentinien sowie Andreas Kilb, Feuilleton-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin. Der ARRI-Preis wird am 1. Juli 2011 auf dem FILMFEST MÜNCHEN im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergeben.

Quelle:
www.filmfest-muenchen.de