Andrea Sawatzki wird mit "Preis für Schauspielkunst" des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen geehrt

06.05.2011 | 11:29 Uhr

Andrea Sawatzki wird mit "Preis für Schauspielkunst" des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen geehrt



Die geheimnisvollste der deutschen Schauspielerinnen, Andrea Sawatzki, wird beim kommenden 7. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein mit dem "Preis für Schauspielkunst" ausgezeichnet. Andrea Sawatzki nimmt den Preis am 19. Juni 2011 persönlich in Ludwigshafen entgegen.


Die Laudatio hält Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. Im Anschluss wird der Film: "Das große Comeback" von Tomy Wigand gezeigt, in dem Andrea Sawatzki als chaotische TV-Moderatorin an der Seite von Uwe Ochsenknecht brilliert. Danach gibt es ein öffentliches Filmgespräch mit Andrea Sawatzki auf der Festivalbühne.

Das Festival vergibt diesen Preis an herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler, die Gelegenheit hatten, Charakter und Persönlichkeit zu zeigen im deutschen Film. In den vergangenen Jahren wurden Moritz Bleibtreu, Hannelore Elsner, Nina Hoss, Devid Striesow, Klaus Maria Brandauer, Katja Riemann und Hanna Schygulla mit diesem Preis geehrt.

Andrea Sawatzki hat in ihrer Karriere mehr als 90 Filme fürs Kino und fürs Fernsehen gedreht. Darunter mit denkwürdigen Rollen in Filmen von Doris Dörrie, Rainer Kaufmann und Chris Kraus. Dieser unergründliche Blick aus ihren Augen lässt einen nicht mehr so leicht los. "Sie ist als Darstellerin eine Grenzgängerin, so intensiv und exzessiv, fast existenzialistisch, kommt ihr Spiel einem vor", sagt Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. "Fast bekommt man Angst um sie, als würde sie sich gleich im Spielen verlieren."

Zweimal haben die Festivalmacher aus der Rhein-Neckar-Region Filme von ihr schon mit vollster Überzeugung und vor allem wegen ihrer schauspielerischen Präsenz gezeigt, die Anwaltsgroteske "Helen, Fred und Ted" 2006 beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg, und 2008 das Protokoll einer Trauerarbeit "Vom Atmen unter Wasser" beim Festival des deutschen Films.

Ab 2002 ermittelte sie acht Jahre lang als Tatort-Kommissarin Charlotte Sänger an der Seite von Jörg Schüttauf. Diese Figur, die mit ihren Kanten und kleinen seelischen Verletzungen im Sündenpfuhl Frankfurt ermittelte, hat Andrea Sawatzki mitentwickelt. Und das deutsche Krimifernsehspiel gleich grundlegend verändert und bereichert um eine "Kassandra mit Dienstwaffe" wie es in einem Artikel über sie heißt. 2009 hat sie ihre Dienstzeit als neue Ikone des deutschen Fernsehkrimis beendet. Auch für Komödienstoffe möchte sie sich öffnen. Dass ihr das besonders gut gelingt, davon kann man sich im Anschluss an die Preisverleihung überzeugen: Das Festival zeigt den Film "Das große Comeback“ von Tomy Wigand mit Andrea Sawatzki und Uwe Ochsenknecht in den Hauptrollen.


Das 7. Festival des deutschen Films, das vom 16. bis 26. Juni 2011 auf der Parkinsel Ludwigshafen stattfindet, ist ein Projekt der vor ebenfalls sieben Jahren gegründeten europäischen "Metropolregion Rhein-Neckar" und verdankt sein Entstehen finanziell vor allem dem Hauptsponsors, der BASF SE, die das Festival des deutschen Films als ein Projekt der Kulturvision 2015 der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH von Anfang an gesponsert hat. Ohne die Stadt Ludwigshafen am Rhein als Mitveranstalter wäre das Festival aber ebenso wenig möglich wie ohne die Sponsoren: die Sparkasse Vorderpfalz, die GAG Ludwigshafen am Rhein, das Klinikum Ludwigshafen und seit diesem Jahr auch die Technischen Werke Ludwigshafen. Ebenfalls seit diesem Jahr wird das Festival unterstützt vom Kultursommer Rheinland-Pfalz und damit auch vom Land Rheinland-Pfalz prinzipiell als förderungswürdig anerkannt.

Quelle:
www.festival-des-deutschen-films.de