Die Wand

Die Wand

Österreich / Deutschland 2010-2012, Spielfilm

Inhalt

Eine Frau unternimmt mit einem Ehepaar einen Ausflug in ein Jagdhaus in den Bergen. Die Freunde gehen abends noch ins Wirtshaus ins Tal, die Frau bleibt mit dem Hund zurück. Als das Ehepaar am nächsten Morgen nicht zurückgekehrt ist, macht sich die Frau auf den Weg ins Dorf – und entdeckt etwas Unvorstellbares: Eine unsichtbare Wand, hinter der es kein Leben mehr zu geben scheint, trennt sie vom Rest der Welt. Allein mit dem Hund, einer Katze und einer Kuh muss sie versuchen, im Wald zu überleben. Ihre Gedanken, Sorgen und Nöte hält sie in Aufzeichnungen fest, die vielleicht niemals jemand lesen wird.

Der 1963 erschienene Bestseller der österreichischen Autorin Marlen Haushofer begleitete und begeisterte Generationen von Lesern und wurde in 17 Sprachen übersetzt. Der österreichische Drehbuchautor und Regisseur Julian Roman Pölsler verfilmte das Buch im Salzkammergut. Dabei hielt er sich strikt an die Texte der Vorlage, die – Erzählung, Emanzipationsroman und Zivilisationskritik in einem – mit ihren Fragen nach dem Umgang mit der Natur und dem Selbst heute brandaktuell erscheinen. Martina Gedeck stellt den individuellen Wandlungsprozess einer Frau dar, die plötzlich in ein völlig anderes Leben gezwungen wird.

Quelle: 62. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Tolles deutsches Kino, ohne

Tolles deutsches Kino, ohne jegliche Dialoge, ohne wirklichen Plot. Nur eine Erzählstimme, welche die Geschichte der Protagonistin erzählt. Pösler zeigt, was mit einem Menschen passiert, wenn er in völliger Isolation, ohne soziale Kontakte, in wilder Natur, abgeschirmt von der Außenwelt lebt. Auch wenn die Handlung ziemlich ereignisarm ist, schafft sie es, einen bis zum Ende in ihrem Bann zu halten um aufzuzeigen, wie aus der Gefühlswelt der Protagonistin & der Natur eins wird. Aufgrund der Dialoglosigkeit nicht für jeden empfehlenswert - aber umso interessanter für jene mit Interesse an den existenziellen Grundfragen des Lebens.

Credits

Alle Credits

Regie:Julian Roman Pölsler
Regie-Assistenz:Irene Iversen
Drehbuch:Julian Roman Pölsler
hat Vorlage:Marlen Haushofer (Roman)
Kamera:J. R. P. Altmann, Christian Berger, Markus Fraunholz, Martin Gschlacht, Bernhard Keller, Helmut Pirnat, Hans Selikovsky, Thomas Tröger, Richard Wagner
Licht:Jacob Ballinger
Szenenbild:Renate Schmaderer, Petra Heim, Enid Löser, Hajo Schwarz
Maske:Katharina Erfmann
Kostüme:Ingrid Leibezeder
Schnitt:Bettina Mazakarini, Thomas Kohler, Natalie Schwager
Ton-Design:Johannes Konecny, Marcel Spisak, Achim P. Hofmann, Nils Kirchhoff, Philipp Mosser
Ton:Gregor Kienel, Thomas Kathriner, Uve Haußig
Geräusche:Max Bauer
Mischung:Christian Bischoff
Gesang:Sabine Kapfinger
  
Darsteller: 
Martina GedeckDie Frau
Karlheinz HacklHugo
Ulrike BeimpoldLuise
Julia GschnitzerVersteinerte Frau
Hans-Michael RehbergVersteinerter Mann
Wolfgang Maria BauerDer Mann
  
Produktionsfirma:Coop99 Filmproduktion GmbH (Wien), Starhaus Filmproduktion GmbH (München)
in Co-Produktion mit:Bayerischer Rundfunk (BR) (München), Arte Deutschland TV GmbH (Baden-Baden)
in Zusammenarbeit mit:ORF Film/Fernsehabkommen (Wien)
Produzent:Bruno Wagner, Antonin Svoboda, Martin Gschlacht, Dr. Rainer Kölmel, Wasiliki Bleser
Redaktion:Cornelia Ackers (BR), Jochen Kölsch (BR/arte), Andreas Schreitmüller (arte), Heinrich Mis (ORF), Klaus Hipfl (ORF)
Herstellungsleitung:Jimmy C. Gerum
Produktionsleitung:Bruno Wagner
Dreharbeiten:07.06.2010-01.02.2011: Dachstein/Salzkammergut (Oberösterreich)
Erstverleih:StudioCanal GmbH (Berlin)
Filmförderung:Österreichisches Filminstitut (ÖFI) (Wien), Filmfonds Wien (Wien), Land Oberösterreich (Linz), FilmFernsehFonds Bayern GmbH (FFFB) (München), Deutscher Filmförderfonds (DFFF) (Berlin), Eurimages (Brüssel)
Länge:107 min
Format:35mm, 16:9
Bild/Ton:Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 22.03.2012, 132078, ab 12 Jahre/feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 12.02.2012, Berlin, IFF - Panorama;
Kinostart (DE): 11.10.2012

Titel

Originaltitel (AT DE) Die Wand

Fassungen

Original

Länge:107 min
Format:35mm, 16:9
Bild/Ton:Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 22.03.2012, 132078, ab 12 Jahre/feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 12.02.2012, Berlin, IFF - Panorama;
Kinostart (DE): 11.10.2012
 

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis 2013
Lola, Beste Tongestaltung
 
IFF, Berlin 2012
Preis der ökumenischen Jury
 

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Alle Fotos (13)

Besucherzahlen

381.961 (Stand: Dezember 2013)
Quelle: FFA

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