Die Sehnsucht der Veronika Voss

Die Sehnsucht der Veronika Voss

BR Deutschland 1981/1982, Spielfilm

Inhalt

An der Straßenbahnhaltestelle Geiselgasteig trifft der Sportreporter Robert Krohn (Hilmar Thate) eine verängstigte Frau. Er bringt sie in die Stadt, sieht sie am nächsten Tag in einem noblen Café wieder, wo sie sich 300 Mark von ihm leiht. Sie war ein Ufa-Star, wird von älteren Verehrerinnen noch erkannt: Veronika Voss (Rosel Zech). Zwischen Krohn und der Schauspielerin beginnt eine merkwürdige Liaison, bei der der Reporter halb von menschlichem Mitgefühl, halb von journalistischem Interesse getrieben wird. Auf die Frage seiner Freundin Henriette (Cornelia Froboess), ob er Veronika liebe, antwortet er wahrheitsgemäß: "Ich weiß es nicht."

Allmählich findet Krohn heraus, dass Veronika Morphium nimmt, dass sie von einer Ärztin Dr. Katz (Annemarie Düringer) abhängig ist, sogar in deren Praxis wohnt, und dass die Ärztin nicht nur die Schauspielerin, sondern auch andere Patienten ausbeutet, sich deren Besitz überschreiben lässt gegen die Abgabe des teueren Rauschgifts und dabei von einem Beamten des Gesundheitsamtes gedeckt wird. Henriette, die sich an Krohns Recherchen schließlich aktiv beteiligt, wird umgebracht. Krohn kann, als er die Polizei in die Praxis holt, keine Beweise liefern. Veronikas Versuch, mit einer kleinen Nebenrolle wieder im Film Fuß zu fassen, scheitert kläglich (als Regisseur in einer Max-Ophüls-Parodie: Peter Zadek). Der Ärztin aber wird Veronika, wegen ihrer Bekanntschaft mit Krohn, allmählich lästig, man arrangiert eine Abschiedsparty für sie, die angeblich nach Hollywood geht; dann lässt man sie ohne das nötige Morphium in der Praxis allein zurück, eingesperrt in ihr Zimmer – am Ostersonntag nimmt sie sich mit Schlaftabletten das Leben. Krohn ahnt die Zusammenhänge, aber wer würde ihm glauben? Er fährt ins Stadion von "1860 München", seinen eigentlichen Beruf wieder aufnehmend.

Nutzung mit freundlicher Genehmigung von Wilhelm Roth.

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Credits

Alle Credits

Regie:Rainer Werner Fassbinder
Regie-Assistenz:Karin Viesel, Harry Baer, Tamara Kafka
Drehbuch:Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich, Rainer Werner Fassbinder
Kamera:Xaver Schwarzenberger
Kamera-Assistenz:Josef Vavra
Material-Assistenz:Susanne Philipp
Standfotos:Leo Weisse
Licht:Ekkehard Heinrich
Ausstattung:Rolf Zehetbauer, Walter E. Richarz (Filmbildner)
Requisite:Frank Geuer, Thomas Schappert
Bühne:Michael Stöger
Maske:Anni Nöbauer, Gerhard Nemetz
Kostüme:Barbara Baum, Elisabeth Blanke (Assistenz), Monika Jacobs (Assistenz)
Schnitt:Juliane Maria Lorenz
Schnitt-Assistenz:Angelika Deumling
Ton:Vladimir Vizner
Ton-Assistenz:Rupert Medele
Musik:Peer Raben
  
Darsteller: 
Rosel ZechVeronika Voss
Hilmar ThateRobert Krohn
Cornelia FroboessHenriette
Annemarie DüringerDr. Katz
Doris SchadeJosefa
Erik SchumannDr. Edel
Johanna HoferAlte Frau
Peter BerlingFilmproduzent - Dicker Mann
Günther KaufmannGI - Dealer
Sonja NeudorferVerkäuferin
Liselotte EderChefin
Volker Spengler1. Regisseur
Herbert SteinmetzGärtner
Elisabeth VolkmannGrete
Hans WyprächtigerChefredakteur
Peter Zadek2. Regisseur
Johanna HoferAlte Frau
Rudolf PlatteAlter Mann
Armin Mueller-StahlMax Rehbein
Susanne AerneckeFlittchen
Harry BaerKellner
Rainer Werner FassbinderKinobesucher
Tamara KafkaÄrztin
Juliane Maria LorenzSekretärin
Dieter SchidorKripobeamter
  
Produktionsfirma:Süddeutscher Rundfunk (SDR) (Stuttgart), Laura Film GmbH (München), Trio-Film GmbH (Duisburg), Tango-Film (München), Maran Film GmbH & Co. KG (München-Geiselgasteig), Rialto Film GmbH (Berlin)
Produzent:Thomas Schühly
Co-Produzent:Rainer Werner Fassbinder, Horst Wendlandt
Redaktion:Bertram Vetter (SDR)
Aufnahmeleitung:Wulf Gasthaus, Michael Bohnstengel, Michael McLernon, Helga Fischer (Komparserie)
Geschäftsführung:Ursula Wöhrl
Produktions-Sekretariat:Gisela Schneider
Länge:2849 m, 104 min
Format:35mm, 1:1,66
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 16.02.1982, 52961, ab 16 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 18.02.1982, Berlin, IFF

Titel

Originaltitel (DE) Die Sehnsucht der Veronika Voss

Fassungen

Original

Länge:2849 m, 104 min
Format:35mm, 1:1,66
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 16.02.1982, 52961, ab 16 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 18.02.1982, Berlin, IFF