13. Auflage der FFA-Studie über Kino-Sonderformen

13.07.2017 | 14:21 Uhr

13. Auflage der FFA-Studie über Kino-Sonderformen

Die FFA hat die 13. Auflage ihrer Studie zu Kino-Sonderformen veröffentlicht. Sie belegt trotz Umsatz- und Besucherrückgang auch positive Entwicklungen.

Die Kino-Sonderformen (u. a. Filmfeste, Open-Air- und kommunale Kinos) haben im letzten Jahr einmal mehr gezeigt, dass ihre Geschäftsentwicklung nur bedingt vom Gesamtmarkt abhängig ist. Während 2016 in Deutschland insgesamt 121,1 Mio. Kinotickets und damit 13,0 Prozent weniger als im Ausnahmejahr davor verkauft wurden, haben die Sonderformen bei 5,3 Mio. Tickets und einem Minus von 9,2 Prozent vergleichsweise weniger Besucher verloren. Die Zahlen weist die aktuelle Auflage der FFA-Studie "Kino-Sonderformen 2012 – 2016" aus, die in diesem Jahr in ihrer 13. Auflage die Entwicklung des Kinosaalbestandes, der Besucher- und Umsatzzahlen sowie des durchschnittlichen Eintrittspreises analysiert.

Zwar mussten im letzten Jahr – analog zum Besuchsrückgang im Gesamtmarkt – nahezu alle Sonderformen Verluste hinnehmen, dies allerdings in unterschiedlicher Ausprägung: Unikinos (+8,7%) und Wanderkinos (+0,7%) verzeichneten sogar Besucherzuwächse, während Open-Air-Kinos (-18,5%) und Autokinos (-17,6%) deutlich an Besuchern verloren. Sehr viel moderater fiel der Rückgang hingegen bei den kommunalen Kinos (-5,9%) und den Vereinen (-1,7%) aus. Nach Besuchen größte Sonderform blieben mit 1,6 Mio. Besuchen erneut die kommunalen Kinos.

Erfreulich dagegen die Entwicklung im Leinwandbestand: Insgesamt gab es am 31.12.2016 in Deutschland 4.739 Kinosäle, das sind 47 (+1,0%) mehr als im Jahr davor. Zugelegt haben vor allem die Multiplexe (1.395 /+2,9%) – und die Sonderformen (592 /+2,2%). In deren Bestandsranking belegten genau wie im Vorjahr kommunale/kulturelle Kinos (153), Universitätskinos (149) und Kinos von Vereinen (140) die ersten Plätze. Den größten Anteil hatten abermals Open-Air-Veranstaltungen, die allerdings auf Grund ihrer Unregelmäßigkeit nicht im Gesamtbestand erfasst werden: 2016 gab es insgesamt 522 Leinwände – so viel wie noch nie seit Veröffentlichung der ersten Studie im Jahr 2005.

Der Bruttoumsatz aller Kinos lag 2016 bei rund 1,0 Mrd. Euro, 12,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Kinosonderformen erwirtschafteten im gleichen Zeitraum 33,4 Mio. Euro, wodurch ihr Umsatzanteil seit 2013 erstmals wieder angestiegen ist auf jetzt 3,3 Prozent. Auch beim Umsatz verhielten sich die Sonderformen mit einem Minus von 9,0 Prozent positiver als der Gesamtdurchschnitt. Im Fünfjahres-Vergleich ist ein Kinobesuch in Deutschland 80 Cent teurer geworden und kostete im letzten Jahr durchschnittlich 8,45 Euro (+10,4%). Im gleichen Zeitraum legten die Eintrittspreise der Sonderform-Kinos um 6,9 Prozent auf 6,31 Euro zu. Zuwachs-Spitzenreiter im Vergleich zum Vorjahr waren die Filmfeste mit durchschnittlich 5,93 Euro (+10,6%), während die Unikinos als ohnedies schon mit Abstand günstigste Sonderform bei einem Ticketpreis von 2,53 Euro noch einmal 19 Cent (-7,1%) weniger Eintritt verlangten.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie unter dem Titel "Kino-Sonderformen – Ergebnisse der Jahre 2012 bis 2016" finden Sie unter www.ffa.de

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